MotoGP-Wetten 2026 im Vergleich — zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis unter der Lupe

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 — die Erlaubnisse der Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Eine leere Rennstrecke mit rot-weißen Randsteinen im frühen Morgenlicht, auf dem Asphalt liegt dünner Nebel, keine Fahrzeuge.
Die MotoGP-Saison 2026 ist die 78. Saison der FIM-Motorrad-Straßenweltmeisterschaft und umfasst 22 Läufe vom 1. März 2026 (Thailand, Buriram) bis 29. November 2026 (Valencia).

Ein Grand Prix dauert knapp 45 Minuten. Der Sprint am Samstag ist nach der Hälfte vorbei. Zwischen Startampel und Zieldurchfahrt liegen zwei Dutzend Überholmanöver, ein Sturz, ein Ausritt ins Kiesbett und mindestens eine Entscheidung, die niemand vorhergesehen hat — was Motorsport für Wetten so attraktiv macht und gleichzeitig so teuer. Wer auf ein MotoGP-Rennen setzt, bezahlt zweimal: einmal mit dem Einsatz, der im Verlustfall weg ist, und einmal mit der Marge, die in jeder Quote steckt und die man nicht sieht. Die zweite Zahl ist die wichtigere, denn sie kostet den Spieler auch dann Geld, wenn er am Ende richtig liegt.

Deshalb geht es auf dieser Seite um das, was der Spaß unter dem Strich kostet. Zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis treten gegeneinander an, aber nicht in einem Schönheitswettbewerb. Die entscheidende Frage lautet, ob ein Spieler beim Einzahnen, beim Setzen und beim Auszahlen etwas abgibt, das er nicht abgeben müsste. Bei einem Rennen mit 22 Fahrern, bei dem die halbe Startaufstellung theoretisch aufs Podium fahren kann, fällt die Antwort unterschiedlich aus — und sie hängt weniger an der Höhe der Quote als an dem, was drumherum geregelt ist.

Die Rechtslage: warum ein Rennen im Ausland anders endet

Motorsport ist in Deutschland kein Sonderfall. Für Wetten auf die Motorrad-Weltmeisterschaft gilt dasselbe wie für Bundesliga oder Handball: Veranstalten und Vermitteln darf bundesweit nur, wer eine Erlaubnis nach dem Glücksstaatvertrag 2021 besitzt. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die diese Erlaubnis erteilt, überwacht und Verstöße mit Bußgeldern belegt. Der Glücksspielstaatsvertrag ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Wer die Erlaubnis hat, steht auf der Whitelist. Für Spieler ist dieses Verzeichnis die einzige belastbare Prüfung — eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta sagt für den deutschen Markt nichts. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Dass alle dort geführten Domains auf .de enden, ist kein Zufall, aber auch kein Beweis — die Endung allein sagt gar nichts. Entscheidend ist die Domain, die ausdrücklich unter dem Sportwetten-Permit eingetragen ist. Wer ein Pferdewett-Permit oder eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele hält, darf damit keine Sportwetten veranstalten. Casino und Sportwette sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln.

Was ein Permit tatsächlich abdeckt

Eine Whitelist-Zeile besteht aus mehr als einem Namen. Aufgeführt sind der Inhaber der Erlaubnis, die konkrete Domain und das Datum der Ersterteilung. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; ein Enddatum trägt die Whitelist nicht, sie zeigt nur Erteilungs- und Folgedaten. Wer heute nachsieht, findet dort also einen Status, kein Ablaufdatum.

Ein schwarzer Motorradhelm ohne Aufdruck liegt auf einer Werkbank neben einem Schraubenschlüssel, warmes Licht einer Werkstatt.
In der MotoGP gibt es seit 2023 vor jedem Grand Prix samstags einen Sprint; das Hauptrennen findet sonntags statt.

Der Inhaber ist dabei nicht der Markenname. Für Bet-at-home etwa ist die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer separaten Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Bei AdmiralBet steht die Greentube Betting Malta Limited, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnisse vom 13.12.2022 und 29.07.2024, dazu virtuelle Automatenspiele seit dem 28.09.2022. Für bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Der Sitz in Malta irritiert viele Spieler; er ist aber genau der Normalfall, denn die Erlaubnis wird an ein Unternehmen erteilt, nicht an ein Land.

Livewetten während des Rennens: eng, aber nicht dicht

Für den Motorsport ist das der praktisch folgenreichste Paragraf. Während ein Rennen läuft, sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste vergleichbare Ereignis zulässig — nächstes Tor, nächster Satz oder ein ähnlicher Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Fußball ist „nächstes Tor“ also erlaubt, im Tennis „nächster Satz“, aber nicht der nächste Punkt im Tennis und nicht der nächste Korb im Basketball.

Auf ein MotoGP-Rennen übertragen heißt das: Auf den Rennsieger, solange das Rennen läuft, geht. Auf „Wer führt nach Runde 5“ oder „Wer stürzt zuerst“ geht nicht, weil diese Ereignisse zu häufig und damit zu manipulationsanfällig sind. Verboten sind ohnehin Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsgeneigte Angebote und auf Regelverstöße oder deren Bestrafung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sport gehört ebenfalls nicht dazu: Die Behörde stellt klar, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Eine zugelassene E-Sport-Wette existiert in Deutschland nicht.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz gibt es im Sportwettenbereich nicht — die Grenze liegt woanders, bei der Einzahlung, wie unter dem Abschnitt „Verantwortungsvoll wetten: die harten Grenzen, die in Deutschland gelten“ beschrieben.

Der Umweg über die Zivilgerichte

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verliert, hat nicht nur kein deutsches Recht auf seiner Seite. Mehrere Zivilgerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bereits zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit solcher Sportwettenverträge entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 zur Frage der Rückzahlung verlorener Einsätze es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Erstattung zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Das ist spannender Stoff und ausdrücklich kein Versprechen. Wer heute auf einer Offshore-Seite setzt, kann sich nicht darauf verlassen, sein Geld später über ein Gericht zurückzuholen — Verfahren dauern Jahre, kosten Geld und enden offen.

Wo die Warnung herkommt

Die Behörde selbst warnt. Am 17. September 2026 hat sie Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie etwa Platincasino gewarnt, im Zusammenhang mit einem Schlag gegen illegales Glücksspiel in Milliardenhöhe. Im Glücksspielstaatsvertrag ist das Angebot an Personen in Deutschland ohne Erlaubnis unerlaubtes Glücksspiel. Wer ohne Erlaubnis veranstaltet, dem drohen nach dem Strafgesetzbuch bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, für Werbung bis zu einem Jahr; die Teilnahme ist mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe belegt. Verurteilungen einzelner Spielender wegen reiner Teilnahme sind nicht belegt — daraus wird aber keine Erlaubnis. Und ein wichtiger Punkt: Die Sportwettensteuer trifft auch unerlaubte Veranstalter. Gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Die wenigen Sätze zusammen sind der eigentliche Preisunterschied. Ein legaler Anbieter darf nicht mehr als 1.000 € monatlich annehmen, muss die Verifizierung verlangen, darf im laufenden Rennen kaum etwas anbieten und zahlt erst nach dem offiziellen Ende aus. Ein Anbieter ohne Erlaubnis darf all das nicht — und muss es auch nicht, weil ihn hier niemand kontrolliert. Höhere Limits sind auf Offshore-Seiten kein Kundenservice, sie sind das Fehlen einer Aufsicht.

Wo die Erlaubnis aufhört und die nächste Frage beginnt

Was der Whitelist-Eintrag nicht regelt, ist das Angebot selbst. Ob ein Anbieter eine Gratiswette gewährt, wie hoch der Mindesteinsatz ist, ab welcher Mindestquote Kombiwetten zählen, ob Cash Out verfügbar ist — all das steht in den eigenen Bedingungen des Veranstalters. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten-Boni keine Obergrenze und keine Umsatzbedingung. Er verbietet nur, dass Nicht-Inhaber werben, und er verbietet Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, Werbung mit aktiven Sportlern und Funktionären sowie die Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Wer ein Bonusangebot prüft, prüft also Betriebswirtschaft, nicht Recht. Und der Satz, der dabei am häufigsten überlesen wird, steht selten im Werbebanner: Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist gelten für den Spieler, nicht für den Anbieter.

Verantwortungsvoll wetten: die harten Grenzen, die in Deutschland gelten

Erlaubnis und Aufsicht sind kein Bonus, sondern der Grund, warum es überhaupt Grenzen gibt. Diese Grenzen kosten etwas — und zwar genau die Freiheit, die ein Spieler auf einer Seite ohne Erlaubnis hätte. Wer den Vergleich zweier Angebote ernst nimmt, muss diesen Teil mitrechnen.

1.000 € im Monat über alle Anbieter hinweg

Wer in Deutschland legal Sportwetten abschließen will, kann standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat einzahlen — und zwar über alle Anbieter zusammen, nicht bei jedem einzeln. Die Grenze wird über die LUGAS-Limitdatei kontrolliert, sodass ein zweites Konto bei einem anderen Veranstalter die Grenze nicht verdoppelt. Steigt jemand über die Grenze der Behörde, hilft auch ein neuer Account nicht.

Ein höheres Limit gibt es, aber nicht auf Zuruf. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine Einzelperson erhöhen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, und nur gegen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Diese Asymmetrie ist Absicht: Nach unten geht es schnell, nach oben langsam. Für einen Spieler, der im März mehr setzen will als im Februar, heißt das konkret, dass die Erhöhung nicht zu seinem Startwochenende kommt, sondern Tage später.

Ein Konto, eine Identität, ein Spielerkonto

Ein Anbieter pro Person, und das Konto muss vollständig verifiziert sein. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen — mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das veränderte Einzahlunglimit von 100 € mag wie eine Kleinigkeit klingen; praktisch entscheidet es darüber, ob ein Neukunde in einem Rennwochenende überhaupt in die Nähe des Bonusschwellenwerts kommt, bevor seine Auszahlung blockiert ist.

Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei erfasst. Wer glaubt, mit zwei Konten mehr Reichweite zu haben, verliert statt zu gewinnen: Die Sperre trifft beide.

OASIS, Panikbutton und was Selbstsperre bedeutet

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Anmeldung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne Angabe mindestens ein Jahr. Zusätzlich gibt es den Panikbutton, der auf einen Auslöser hin sofort eine 24-stündige Sperre setzt — ohne Diskussion, ohne Wartezeit, ohne Rückfrage beim Support.

Dieses Werkzeug fehlt auf Offshore-Seiten vollständig, und es ist der eine Punkt, an dem sich die Diskussion über Quoten kurz erledigt. Ein Spieler, der in der Nacht nach einem verlorenen Kombischein den Panikbutton drückt, ist am nächsten Morgen nicht dort, wo er nicht sein wollte. Dasselbe gilt für Limits: Weder OASIS noch LUGAS sind mit Anbietern außerhalb der Whitelist verbunden.

Einzahlung nur vom eigenen Konto

Einzahlungen sind ausschließlich von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem legalen deutschen Sportwettenmarkt heraushält — kein Anbieter kann sie anbieten, wenn er seine Erlaubnis behalten will. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter führt, ist seine eigene Sache und nur seinen Bedingungen zu entnehmen.

Dahinter steht ein zweiter Schutz, der selten genannt wird, aber viel wert ist: Spielerguthaben liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Die Steuer und die Quoten

Deutschland besteuert Sportwetten mit 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz, der die Steuer nicht enthält“. Das sind rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler; ob und wie er die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen eigenen Bedingungen. Ob eine Quote hoch ist, lässt sich daher nur auf einer Netto-Betrachtung beantworten: Bei einem Anbieter ohne eigene Wettsteuer bleibt mehr davon übrig, was ein Wettprogramm kosten darf. Winamax wirbt im Fußbereich seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“; die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Solche Selbstauskünfte sind Marketing — die Marke nennt drei Sportarten, und ein MotoGP-Rennen steht nicht darunter.

Wichtig für den Rennsport: Diese Steuer betrifft alle Anbieter, auch die ohne Erlaubnis. Der Unterschied zwischen einer legalen und einer nicht legalen Seite liegt also nicht in der Steuer, sondern in dem, was sonst noch vertraglich dazukommt.

Was verantwortungsvolles Spielen praktisch kostet

Ein festes Monatsbudget und ein Limitschutz über alle Anbieter reduzieren die Flexibilität — über den Monat, über die Rennwochenenden, über die Lust, die ein knappes Sprint-Ergebnis auslöst. Sie kosten also tatsächlich etwas. Sie sind trotzdem die Bedingung dafür, dass eine Wette auf ein Rennen wie ein bezahltes Hobby aussieht und nicht wie ein offener Kredit.

Kakanien, Buriram und Valencia: der Rennkalender als Wettplan

Die Motorrad-Weltmeisterschaft wird seit 1949 vom Weltverband FIM ausgeschrieben; vergeben werden Weltmeistertitel in der MotoGP-Klasse sowie in Moto2 und Moto3. Rekordweltmeister ist Giacomo Agostini mit 15 Titeln. Punkte erhalten die 15 bestplatzierten Fahrer eines Rennens, von 25 für Platz 1 bis 1 Punkt für Platz 15.

Die Saison 2026 ist die 78. der FIM-Motorrad-Straßenweltmeisterschaft und umfasst 22 Läufe, vom 1. März 2026 in Thailand (Buriram) bis zum 29. November 2026 in Valencia. 11 Teams gehen mit 22 Fahrern an den Start. Brasilien kehrt mit Goiânia in den Kalender zurück, Argentinien entfällt.

Sprint am Samstag, Rennen am Sonntag

Seit 2023 steht vor jedem Grand Prix samstags ein Sprint. Dessen neun Erstplatzierte erhalten 12, 9, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und 1 Punkt; das Hauptrennen folgt am Sonntag. Wer den Rennkalender nicht als Terminliste liest, sondern als Wettplan, erkennt hier den eigentlichen Takt der Saison: Zwei Ergebnisse pro Wochenende bedeuten zwei Gelegenheiten, an denen sich eine Kombination zusammenstellen lässt — und zwei Gelegenheiten, an denen sie platzt.

Für die Preisbildung ist der Sprint aufschlussreicher als das Hauptrennen. Ein halbes Renndistanz, mehr Startgetümmel, weniger Reifenmanagement: Das Feld liegt enger zusammen, die Außenseiterquote fällt kleiner aus, und der Markt weiß das. Wer auf einen Fahrer im Mittelfeld im Sprint setzt, bekommt weniger, als er für dieselbe Platzierung am Sonntag bekäme.

Der verschobene Katar-Lauf

Der Große Preis von Katar der Saison 2026 wurde wegen des Irankriegs vom 12. April auf den 8. November 2026 verlegt. Das ist keine Kleinigkeit im Kalender, sondern der Grund, warum jede Wette auf dieses Rennen eine Sonderbehandlung in den Bedingungen verdient: Wer auf einen Termin gesetzt hat, braucht eine Antwort auf die Frage, was mit dem Wettschein passiert, wenn das Rennen zu einem anderen Zeitpunkt und auf einer anderen Streckenlage gefahren wird. Die Antwort steht nicht im Glücksspielstaatsvertrag, sondern in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

Die Saison 2025 und der Weltmeistermarkt

Die Saison 2025 mit 22 Grands Prix vom 2. März bis 16. November wurde von Marc Márquez mit 545 Punkten gewonnen; Teamweltmeister wurde das Ducati Lenovo Team, Konstrukteursweltmeister Ducati. Diese Zahl steht hier aus einem einzigen Grund: Sie zeigt, um welche Größenordnung es bei einer Weltmeisterwette geht. Wer 545 Punkte aus 22 Wochenenden holt, sammelt im Schnitt knapp 25 pro Wochenende — genau die Punktzahl für einen Sieg. So dominant kann eine Saison in diesem Sport verlaufen, und trotzdem ist daraus für 2026 nichts abzuleiten. Ein Weltmeistermarkt bietet Quoten auf jeden Fahrer, der für die Saison gemeldet ist, und niemand kennt das Ergebnis.

Was in Deutschland auf MotoGP gewettet werden darf

Erlaubt sind feste Wetten mit festen Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin — als Einzelwette oder als Kombinationswette. Zulässig ist aber nur, was das genehmigte Sportwettprogramm der Behörde vorsieht. Praktisch bedeutet das: Auf Rennsieger, Podestplätze, Platzierungen und den Weltmeister lässt sich setzen. Je feinkörniger ein Markt wird, desto wahrscheinlicher fällt er aus dem genehmigten Rahmen.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist der ehrlichste Markt: ein Ergebnis, eine Quote, kein Zusatzrisiko. Kombinationen multiplizieren die Quoten der einzelnen Bestandteile zu einer Gesamtquote, und sie vervielfachen damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Wettschein platzt. Bei einem Rennen mit 22 Fahrern und zwei Wertungen pro Wochenende verleitet das zu Aufstellungen mit vier, fünf Beinen — und genau dort liegt die Marge am dicksten, weil der Anbieter bei jedem Bein etwas einbehält.

Die Systemwette entschärft das, ohne es aufzuheben: Ein System aus mehreren Auswahlen zählt verschiedene Kombinationen dieser Auswahlen und kostet entsprechend mehr Einsatz als eine einzelne Kombination.

Was eine Quote kostet, wenn sie 1,90 heißt

Quoten sind das Produkt des Anbieters, nicht des Sports. Am Beispiel eines Marktes mit zwei Ausgängen, jeweils 1,90: Die Auszahlungsquote über beide Seiten beträgt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 95 %. Der Quotenschlüssel liegt damit bei ungefähr 95 %, die Marge — das, was der Anbieter von jedem gesetzten Euro bei einem vollständig ausgeglichenen Buch behält — bei etwa 5 %. Bei einem Zwei-Wege-Markt ist dieser Wert branchenüblich, und die Rechnung gilt nur für dieses eine Paar aus zwei Quoten. Auf einem Markt mit drei Ausgängen, bei 22 Fahrern auf den Sieger oder bei einer Kombination über mehrere Rennen fällt die Marge anders aus, meist höher. Das sind Beispielzahlen, keine zitierten Preise eines bestimmten Anbieters.

Der Unterschied ist leicht zu unterschätzen und leicht zu rechnen. Wer sein monatliches Limit von 1.000 € komplett auf Märkten mit etwa 95 % Quotenschlüssel umsetzt, gibt statistisch rund 50 € pro Monat an die Buchmachermarge — unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert. Die eigene Wette entscheidet, wer innerhalb dieser Verteilung oben und unten landet; die 5 % entscheidet niemand, der nicht einen Markt mit besserem Schlüssel findet. Genau deshalb sind die Quellen hoher Quoten selten spektakulär und immer wichtig.

Der Vergleich: zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis

Auf der Whitelist stehen im Oktober 2026 27 Inhaber mit Sportwetten-Permit. Die zehn Marken in diesem Vergleich sind die, deren deutsche Sport-Domain dort unter genau diesem Permit geführt wird — nicht die gesamte Liste, sondern eine Auswahl. Die Reihenfolge folgt keiner Rangliste und ist keine Empfehlung; sie ist der Rahmen, in dem sich Quoten, Angebot und Bedingungen gegeneinander lesen lassen.

Anbieter Inhaber der Erlaubnis Whitelist-Status für die Sport-Domain Sportwetten-Erlaubnis seit
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH geführt unter dem Sportwetten-Permit 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Tipwin Tipwin Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 27.12.2022, 09.01.2024)
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024)
Betway Betway Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
DAZN Bet DZBT Operations Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 22.08.2023
VBet SCGO Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 05.12.2023
Tipico Tipico Co. Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
Betano Betkick Sportsbetting Limited geführt unter dem Sportwetten-Permit 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)

Warum die Tabelle den Inhaber nennt und nicht nur die Marke: Bei einer Beschwerde, einer Auszahlung und im Streitfall haftet das Unternehmen, das die Erlaubnis hält — nicht das Logo. Wer heute über ein willkürlich gewähltes Portal stolpert, sieht meist den Markennamen; wer auf der Whitelist nachsieht, sieht den Rechtsträger. Das ist der eine Satz, für den die Liste gemacht ist.

Die Daten der Ersterteilung sagen weniger über Qualität als über Marktreife. Wer seit 2020 dabei ist, hat das erste Erlaubnisjahr und mehrere Folgeerlaubnisse absolviert. Die beiden jüngsten Zugänge, DAZN Bet seit August 2023 und VBet seit Dezember 2023, sind damit zugleich die kürzeste Beobachtungsstrecke in dieser Runde — nicht weniger legal, nur jünger. Und keiner dieser Einträge verrät etwas über das Tagesgeschäft: Eine Whitelist-Zeile beschreibt eine Erlaubnis, keine Quote.

ODDSET: staatlich geprägte Wurzeln, kein Quotenjäger

Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Die Marke steht in der Öffentlichkeit vor allem für die Kombiwette mit festen Gewinnstufen und für ein dichtes Netz stationärer Annahmestellen. Wer sein Wochenbudget in kleinen Beträgen über viele Beine streut, statt punktuell auf ein Rennen zu setzen, findet hier ein Angebot, das diese Gewohnheit überhaupt erst populär gemacht hat.

Für MotoGP ist der Zuschnitt dieser Marke allerdings das eigentliche Argument gegen sie. Ein Anbieter mit dieser Prägung pflegt seine Klassiker, und Motorsport gehört historisch nicht zu denen. Wer einen Weltmeistermarkt mit breiter Auswahl oder Sonderwetten auf einzelne Grands Prix sucht, wird das Programm eher schmal finden — und wer sich ohnehin kaum in der Materie auskennt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass die Plattform ihm das Feld erklärt.

Was ODDSET trotzdem leistet, hat nichts mit der Quote zu tun: Der Bescheid von 2022 trägt die Handschrift eines Verfahrens, das bis zu den Annahmestellen reicht, und die Verankerung im stationären Vertrieb ist für Spielende relevant, die Beratung vor Ort einem Formular vorziehen. Ein MotoGP-Wetter mit Bedarf an Struktur findet hier das, was ein reiner Online-Anbieter nicht anbietet.

Tipwin: ein Liga-Partner, der sich über Bindung positioniert

Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Wer die Whitelist prüft, findet als Inhaber der Erlaubnis für die Sport-Domain die Tipwin Limited, Ersterteilung am 09.10.2020, Folgeerlaubnisse vom 27.12.2022 und 09.01.2024.

Ein Sponsoring ist ein Kostenblock, kein Quotengeschenk. Wer über Jahre Premium-Partner einer Liga ist, zahlt dafür — und dieses Geld kommt nicht aus der Marge der eigenen Kunden, sondern aus irgendwem. Was der Deal einem Wettkunden auf MotoGP bringt, ist deshalb überschaubar: Er steht für Sichtbarkeit in einer Sportart, die nicht auf dem Motorrad fährt, und für das Argument, dass es die Marke länger gibt als eine Saison.

Zwei Folgeerlaubnisse in kurzer Abfolge sind übrigens kein Makel, sondern der Normalfall; die Erlaubnis wird nicht pauschal verlängert, sondern neu erteilt. Wer heute auf eine Quote setzt, braucht sich darum nicht zu kümmern.

bet-at-home: viele Folgeerlaubnisse, ein klarer Kartenschwerpunkt

Für Bet-at-home.de führt die Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die Trennung der beiden Erlaubnisse ist der Punkt, den man an dieser Zeile lesen kann: Sportwette und Automatenspiel sind getrennte Genehmigungen mit getrennten Regeln.

Das Onlinelotterie-Erbe hängt der Marke bis heute an. Die Doppelausrichtung hat Folgen für ein Wettprogramm: Ein Haus, das einen zweiten, casinoorientierten Standort unter derselben Marke pflegt, verteilt den Werbeetat und die Aufmerksamkeit. Wer MotoGP-Märkte vergleicht, sollte die Sportseite daher isoliert betrachten und die Casinoanzeigen im Umfeld nicht als Teil des Wettangebots lesen.

Wichtig ist die zeitliche Abfolge. Die Sportwetten-Erlaubnis kam 2020, die Automatenspiel-Erlaubnis zwei Jahre später, und an der Sportwette hat sich dadurch nichts geändert — die Slot-Erlaubnis sagt nichts über das Sport-Quotenniveau. Wer denkt, ein Anbieter mit Automatenspiel-Erlaubnis sei bei Sportwetten irgendwie nachrangig, verwechselt zwei Erlaubnisse.

AdmiralBet: lange Marktpräsenz, etwas für geduldige Spieler

Bei AdmiralBet ist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Die Erlaubnis Kette ist hier länger als bei den meisten anderen: drei Daten in knapp vier Jahren. Wer eine Sportwetten-Erlaubnis mehrfach neu beantragen muss, hat entweder den Markt oder die Organisation umgebaut; in beiden Fällen zeigt die Liste, dass die Erlaubnis fortbesteht. Ein Spieler, der sich für die langfristige Zuverlässigkeit eines Anbieters interessiert, findet hier die stabilste Papierspur in dieser Runde.

Genau das ist auch der einzige Vorteil, den ein Motorradfan aus dieser Akte ziehen kann. AdmiralBet steht für ein breites Sportangebot, nicht für Rennsportspezialisierung. Wer die Karten- und Slotschiene über die separate Domain getrennt betrachtet, hat den zutreffenden Blick: Nicht das Sportwett-Permit trägt diese Marke, sondern das Automatenspiel; die Erlaubnis für Admiralbet.de ist der Teil, der zählt, wenn man dort auf ein Rennen setzt.

Betway: Cash Out und ein Konfigurator ohne Motorsport

Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele an, den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Die Sportwetten-Erlaubnis für Betway wurde am 09.03.2021 erstmals erteilt, die Folgeerlaubnis datiert vom 23.12.2022.

Cash Out ist ein zweischneidiges Werkzeug und gerade beim Motorsport mehr Schein als Nutzen. Wer auf ein Rennen setzt, sieht den Wert des Scheins dreimal so stark schwanken wie bei einem Fußballspiel, weil ein Sturz, ein Positionswechsel oder ein Safety-Car das Bild in Sekunden umdreht. Der Anbieter preist diesen Wert nicht zum Nennwert — die Teilauszahlung enthält eine zusätzliche Marge, und wer sie nutzt, gibt einen Teil des möglichen Gewinns ab. Nach einer Regelung suchen, die es verbietet, kann man lange: Weder im Glücksspiel staatsvertrag noch bei der Behörde ist dazu eine Vorschrift zu finden. Cash Out ist eine Bedingung des jeweiligen Anbieters, kein Rechtsanspruch.

Der Wettkonfigurator zielt auf Fußball. Für MotoGP ist damit nichts gewonnen; wer einen Siegermarkt mit mehreren Fahrern zusammenstellen will, macht das selbst über eine Kombiwette und zahlt dafür die übliche Margenkette.

Wem Betway trotzdem etwas anbietet: Wer Wert auf eine Teilauszahlung legt, weil ein Trainingsunfall oder eine Wetterveränderung die Einschätzung verändert hat, findet im Cash Out eine Notbremse. Wer kühle Quoten sucht, nicht.

Sportingbet: Sportbreite statt Renntiefe

Sportingbet bietet im Wettangebot einen Konfigurator+ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis für Sportingbet führt die Sportingbet (Deutschland) Limited, Ersterteilung am 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Die aufgezählten Sportarten sind Fußball und die vier Hallensportarten, dazu zwei Randerscheinungen — Motorsport steht nicht darunter. Das heißt nicht, dass MotoGP fehlt; die Aufzählung in der Angebotsbeschreibung ist nicht das gesamte Programm. Es heißt aber, dass der Rennsport hier nicht im Zentrum der Produktentwicklung steht, und wer ein Haus sucht, das jede Session eines Grand-Prix-Wochenendes ausdifferenziert, wird bei einer Marke mit dieser Aufzählung selten fündig.

Wer ein Konto bei mehreren Anbietern braucht, um breite Sportabdeckung mit einem einzigen Login zu erledigen, ist hier falsch — mehrere Konten sind untersagt. Also bleibt die Frage, ob Motorrad im Verhältnis zum Rest des Programms ausreichend gepflegt wird. Wer die Antwort nicht in einer Produktbeschreibung suchen will, sieht vor dem ersten Einsatz in das Wettprogramm selbst.

DAZN Bet: ein Sender als Buchmacher und ein Sitz in Malta

Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten auf dieser Domain, sitzt in Mro Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta. Die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Damit ist dies der zweitjüngste Whitelist-Eintrag dieser Runde.

Der Senderhintergrund ist für Motorsport nicht ohne Witz, aber auch nicht ohne Grenzen. Wer Sportarten gewohnt ist, über ein Abonnement zu konsumieren, erwartet eine Plattform, die das Angebot erklärt. Genau das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob ein Nutzer von der Marke profitiert oder sie nur benutzt: Für einen MotoGP-Einsteiger, der über die Fahrer- und Teamstrukturen erst noch Orientierung braucht, ist eine redaktionell begleitete Oberfläche mehr wert als zwei Prozentpunkte Quote, die er ohne Vergleich ohnehin nicht erkennt.

Der maltesische Sitz ist dabei kein Warnsignal. Die Whitelist führt ihn sauber und offen, und genau das ist der Sinn des Verzeichnisses: Der Rechtsträger darf sitzen, wo er will, solange die Domain unter dem deutschen Sportwetten-Permit steht. Ein Blick auf die Whitelist ersetzt also das Bauchgefühl.

VBet: der jüngste Eintrag und die offenste Frage

Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten auf der deutschen Domain, hat ihren Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 — der kürzesten Zugehörigkeit in dieser Runde.

Zwei Jahre Whitelist sind zwei Jahre Whitelist. Wer sie gegen einen Anbieter abwägt, der seit 2020 dabei ist, wiegt die kürzere Spur gegen den Zusatznutzen, den VBet im Motorsport bietet. Bei einem Anbieter mit internationalem Wettprogramm ist die Sportbreite traditionell stark, und genau dort liegt die Chance: Wer über die Bundesliga hinaus Sportarten sucht, die sonst nur in Nischen geführt werden, kann mehr Auswahl als Quotenvorteil finden.

Ein Punkt bleibt offen und lässt sich am Schreibtisch entscheiden: Welche Handball- oder Motorsportmärkte im Programm tatsächlich stehen, klärt der Blick in VBet’s eigenes Wettprogramm vor dem ersten Einsatz. Wer die Erlaubnis vorher prüft und die Whitelist-Zeile mit dem Datum 05.12.2023 findet, hat getan, was in seiner Hand liegt.

Tipico: ladenstarke Marke mit brauchbaren Zusatzfunktionen

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Die Erlaubnis für die deutsche Sport-Domain führt die Tipico Co. Limited, Ersterteilung am 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 09.12.2022.

Cash Out als „Kontrolle über den Wettschein“ zu beschreiben, ist die freundlichste denkbare Formulierung. Die Kontrolle kostet — wie bei jedem Anbieter — eine Marge im angebotenen Rückkaufswert. Der praktische Wert für Motorsportwetten liegt tiefer als in der Werbung dargestellt: Bei einem Rennen mit 22 Startern schwankt der Rückkaufswert stark, und wer auf ein Podium setzt, wird feststellen, dass sich die Einschätzung des Marktes binnen Runden ändert.

Der Ladenbau und die App sind die eigentliche Stärke. Für einen Spieler, der vor dem Fernseher schnell reagieren will und einen Wettschein nicht erst suchen möchte, ist das relevant. Wer Wert auf eine saubere Verrechnung legt, sollte die Auszahlungsfristen im eigenen Konto verfolgen, statt sich auf die Beschreibung zu verlassen.

Betano: Bet Builder, Cash Out, Live-Streaming

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Auf der Whitelist steht für die deutsche Sport-Domain die Betkick Sportsbetting Limited, Ersterteilung am 19.02.2021, Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Die drei genannten Funktionen sind beachtlich, und die Sportliste verrät zugleich ihre Grenze: genannt werden Fußball, Tennis, Basketball und Football, kein Motorsport. Ein Bet Builder kombiniert mehrere Märkte eines Spiels — im Motorsport wäre das ein Konstrukt aus Sieger, Podium und schnellster Runde in einem Rennen. Dieses Konstrukt schraubt die Quote nach oben und die Trefferwahrscheinlichkeit nach unten, weil jedes Bein eine eigene Marge trägt. Wer den maximalen Gewinn sucht, zahlt dafür mit der Chance.

Bleibt der Stream. Live-Streaming ist bei laufendem Rennen in Deutschland kein Ersatz für Livewetten auf Zwischenstände, weil der Markt selbst eng begrenzt ist. Ein Bild plus ein zugelassener Markt auf den Rennsieger ist trotzdem mehr, als die meisten Wettprogramme in diesem Bereich leisten. Genau hier ist das Angebot stark.

Was der Vergleich unter dem Strich hergibt

Wer sich nach zehn Zeilen die Frage stellt, welcher Anbieter ihm beim MotoGP-Wetten am wenigsten kostet, bekommt keine Antwort aus der Tabelle. Die Whitelist-Zeile verrät keine Marge. Sie verrät Erlaubnis, Inhaber und Ersterteilungsdatum — und die drei Dinge entscheiden darüber, ob ein Spieler überhaupt einen Anspruch hat, wenn etwas schiefläuft.

Die Orientierung, die die Liste erlaubt, ist eine andere: Sie sortiert nach Betriebsjahren. Wer 2020 dabei war, hat fünf Jahre Preisbildung, Beschwerden und Aufsicht hinter sich; wer 2023 dazukam, hat sie vor sich. Wer den längeren Atem bei einem Anbieter sucht, wird in der oberen Hälfte der Tabelle fündig. Wer das größte funktionale Angebot sucht, landet bei einem anderen Namen.

Was das Angebot den Spieler wirklich kostet

Ein Bonus ist immer eine Rechnung, die erst nach dem Klick sichtbar wird. Ob eine Gratiswette, ein Kombibonus, ein Cashback oder eine Quotenerhöhung — jeder dieser Begriffe bezeichnet eine Bedingung, die der Spieler erfüllen muss, damit sie etwas wert ist. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt dafür keine Grenzen. Es gibt also keine Vorschrift, die einen Anbieter hindert, einen Bonus an 30-fachen Umsatz und eine Mindestquote von 2,00 zu binden. Und keine, die ihn dazu zwingt, es nicht zu tun.

Das ist der entscheidende Punkt für jeden Motorsportfan: Bei einem Rennen mit 22 Startern sind die Quoten auf Außenseiter hoch und die auf Favoriten niedrig. Eine Mindestquote von 2,00 schließt eine Wette auf einen der drei Topfahrer aus und zwingt den Spieler in den Bereich des Feldes, in dem er mit dem Bonus, den er freispielen will, zugleich ein höheres Risiko eingeht. Der Bonus verändert also nicht nur seine Kosten, sondern auch seine Wette.

Die Rechnung am Beispiel einer Gratiswette

Eine Gratiswette, bei der der Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ist weniger wert, als die Zahl suggeriert. Der Wert liegt nicht in der Höhe der Gratiswette, sondern in ihrem wahrscheinlichen Ertrag nach Abzug der Verteilungslogik des Marktes. Bei einem Markt mit rund 95 % Quotenschlüssel ist die Gratiswette im Durchschnitt nicht das, was auf dem Banner steht. Die Erwartung ist eine Größenordnung kleiner, und sie hängt an der Quote der Wette, nicht an ihrer Existenz.

Wer die Wette gewinnt, bekommt den Nettogewinn ausgezahlt, nicht den Einsatz. Diese Formel ist bei fast allen Anbietern dieselbe, und sie wird selten erklärt: Eine Gratiswette über 20 € auf Quote 1,90 zahlt nach Abzug des Marktenschlüssels im Durchschnitt weniger als die Hälfte ihres Nennbetrags. Das ist kein Skandal, sondern Mathematik — aber es ist der Grund, warum ein „20 € Gratiswette“-Banner keine 20 € wert ist.

Die Rechnung am Beispiel eines Einzahlungsbonus

Anders gerechnet, aber dasselbe Ergebnis: Bei einem Bonus mit Umsatzbedingung zählt die Summe, die bewegt werden muss, nicht die Summe, die geschenkt wird. Aus einem Bonus von 100 € mit zehnfachem Umsatz werden 1.000 € Bewegung, bei einem Einsatz von 10 € pro Wette also 100 Wetten. Zählt eine Mindestquote von 1,80, entfallen alle Favoritenwetten mit niedrigerem Preis, und der Spieler braucht mehr Beine oder spannt mehrere Rennen des Kalenders zusammen.

Wie teuer das ist, ergibt sich aus dem Markt, nicht aus dem Bonus. Die Umsatzanforderung multipliziert mit der Marge des bespielten Marktes ergibt den erwarteten Verlust. Bei 1.000 € Bewegung auf einem Markt mit etwa 5 % Marge sind das rund 50 €, die im Durchschnitt an den Anbieter gehen — unabhängig davon, ob der Spieler gewinnt. Der Bonus wäre demnach im Durchschnitt weniger wert, als er nominal verspricht. Die Rechnung gilt unter der Annahme, dass die Bewegung vollständig auf diesem Markt stattfindet; jede bessere Quote senkt den Betrag, jede schlechtere erhöht ihn.

Zum Vergleich: Ein Sportsbar-Besuch zum Rennen kostet Eintritt, Getränk und Anfahrt und ist nach dem Abpfiff vollständig ausgegeben. Ein Bonus kostet den Einsatz, das Risiko und Stunden, die der Spieler in das Freispielen steckt. Beides ist eine Ausgabe — nur versteckt sich die eine nicht.

Häufig gestellte Fragen

Wer gewann die MotoGP-Weltmeisterschaft 2025, und mit wie vielen Punkten?

Marc Márquez sicherte sich die Saison 2025 mit 545 Punkten. Die Meisterschaft umfasste 22 Grands Prix vom 2. März bis 16. November 2025; Teamweltmeister wurde das Ducati Lenovo Team, Konstrukteursweltmeister Ducati. Für Wetten auf die Saison 2026 sagt dieses Ergebnis nichts über die Platzierungen der kommenden Läufe aus.

Wie ist die Saison 2026 mit Sprint am Samstag und Hauptrennen am Sonntag aufgebaut?

Die Saison 2026 umfasst 22 Läufe vom 1. März in Buriram bis zum 29. November in Valencia; 11 Teams starten mit 22 Fahrern. Seit 2023 findet vor jedem Grand Prix samstags ein Sprint statt, dessen neun Erstplatzierte 12, 9, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und 1 Punkt erhalten. Das Hauptrennen folgt sonntags.

Welche Wettarten gibt es auf MotoGP, etwa auf den Rennsieger, das Podium oder den Weltmeister?

Zulässig sind feste Wetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur innerhalb des von der Behörde genehmigten Sportwettprogramms. Auf Rennsieger, Podestplätze und den Weltmeistermarkt ist das üblich. Je detaillierter ein Markt, desto eher fällt er aus dem Rahmen.

Was geschieht mit Wetten, wenn ein Grand Prix verlegt wird, wie der Große Preis von Katar im November 2026?

Der Große Preis von Katar wurde wegen des Irankriegs vom 12. April auf den 8. November 2026 verlegt. Was mit einem bereits platzierten Wettschein bei einer Verlegung geschieht, regelt keine Vorschrift, sondern die Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Diese Klausel steht vor dem ersten Einsatz in den Bedingungen.

Woran ist auf der Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Motorsportwetten eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist führt zu jeder Domain den Inhaber der Erlaubnis und den Zeitpunkt der Ersterteilung. Entscheidend ist, dass die Domain unter dem Sportwetten-Permit steht. Ein Pferdewett-Permit oder eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele berechtigt nicht zum Veranstalten von Sportwetten. Ein Enddatum nennt die Liste nicht.

Welche Livewetten sind bei einem laufenden Rennen in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste vergleichbare Ereignis in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Auf ein MotoGP-Rennen übertragen bedeutet das: der Rennsieger ja, Wetten auf eine Führung nach einer bestimmten Runde nein.

Inhalt erstellt vom Team «Freiwette»