Regionalliga wetten 2026 — die vierte Liga, das Amateurverbot und zehn erlaubte Anbieter im Vergleich
Stand: 30. Oktober 2026 — die Angaben zu Erlaubnissen wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 geprüft.

Wer heute nach Quoten für ein Regionalliga-Spiel sucht, findet sie. Irgendwo. Ein Anbieter mit Sitz irgendwo listet die Partie, die Quote steht da, der Wettschein lässt sich abschicken. Und genau an dieser Stelle beginnt das Problem, das die ganze Liga zu einer Sonderzone macht: Was da angeboten wird, steht außerhalb der deutschen Erlaubnis, und der Preis dafür ist nicht der Einsatz — sondern alles, was rund um diesen Einsatz fehlt.
Fußball unterhalb der 3. Liga zählt in der behördlichen Praxis als Amateurbereich. Veranstaltungen, an denen überwiegend Amateure teilnehmen, sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV von Wetten ausgeschlossen. Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis dürfen diese Spiele deshalb gar nicht in ihr Sportwettprogramm aufnehmen. Nicht aus Vorsicht, nicht aus Desinteresse — sie dürfen nicht. Wer trotzdem Quoten auf die vierte Liga findet, hat also nicht einen besonders mutigen Anbieter gefunden, sondern einen, der ohne deutsche Erlaubnis arbeitet.
Das ist die Ausgangslage, und sie ist unbequem: Kein noch so gründlicher Vergleich innerhalb der Whitelist wird dir ein Regionalliga-Angebot liefern, weil es keines gibt. Was ein Vergleich liefern kann, ist etwas anderes — die Antwort darauf, wo dein Geld mit Spielerschutz, Sperrdatei und Einzahlungslimit verbunden ist und wo nicht. Und die Frage, welche Ligen du stattdessen bespielen kannst.
Die Rechtslage: Warum die vierte Liga aus dem Sportwettprogramm herausfällt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) ist die Aufsicht, die bundesweit die Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet erteilt. Ihre Rechtsgrundlage ist der GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erlaubt nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und sie überwacht und ahndet nach § 28a. Die Steuer ist nicht ihr Geschäft, sondern Sache der Finanzämter.

Was ein Veranstalter anbieten darf, steht nicht in seinem Marketing, sondern in seinem Sportwettprogramm, und das muss von der Behörde zugelassen sein (§ 21 Abs. 5). Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1). Ausgeschlossen sind unter anderem manipulationsträchtige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung — und Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen (§ 21 Abs. 1a).
Genau dort liegt die Regionalliga. Der Ausschluss steht nicht namentlich im Gesetz; er folgt aus der Einordnung. Die vierte Liga ist Amateurbereich, und wer in Deutschland eine Erlaubnis hält, hat dort nichts anzubieten. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis, der Regionalliga-Partien listet, würde seine Erlaubnis riskieren — weshalb keiner es tut.
Livewetten sind zusätzlich eingeschränkt
Selbst unterhalb dieser Grenze ist nicht alles offen. Während eine Veranstaltung läuft, darf nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gesetzt werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist zulässig, der nächste Satz im Tennis ebenso. Der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht.

Wer Livewetten als Hauptbetätigung sucht, merkt erst hier, wie schmal das Angebot in der erlaubten Zone tatsächlich ist. Das nächste Tor und der nächste Satz sind nicht der ganze Live-Markt, den internationale Plattformen ausspielen — sie sind der Ausschnitt, den der Gesetzgeber für zulässig hält.
E-Sport: ausdrücklich nicht im Programm
Die Behörde stellt klar, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wettangebot existiert in Deutschland nicht. Wer eine Seite findet, die E-Sport-Märkte mit deutscher Erlaubnis bewirbt, hat zwei voneinander unabhängige Probleme gefunden.
Was eine Whitelist-Zeile aussagt — und was nicht
Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test, der zählt. Eine deutsche Domain beweist für sich genommen nichts. Und die Whitelist trennt sauber zwischen Erlaubnisarten: Nur die Domain, die unter der Sportwettenerlaubnis steht, darf Sportwetten anbieten. Ob ein Betreiber zusätzlich Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casinospiele hält, sagt über sein Sportwettenangebot nichts.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur das Erteilungsdatum, niemals ein Enddatum — wer dort ein Ablaufdatum liest, liest es nicht dort. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwettenerlaubnis, davon zwei auch für Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Inhaber.
Der legale Weg hat seinen Preis
Die nüchterne Rechnung geht so: Auf der einen Seite steht ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis — mit Verifizierungspflicht, mit 1.000 € Standard-Einzahlungslimit im Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, mit eingeschränkten Live-Märkten, mit Zahlung nur vom eigenen Konto. Auf der anderen Seite steht ein Angebot ohne Erlaubnis — ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne deutschen Rechtsweg, dafür mit möglicherweise höheren Limits.
Und die Regionalliga liegt auf der zweiten Seite. Immer.
Was das Nichtvorhandensein einer Erlaubnis strafrechtlich bedeutet
Das Veranstalten von Glücksspiel ohne Erlaubnis ist nach § 284 StGB strafbar, bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür nach § 5 Abs. 3 und 6 GlüStV bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht festgestellt — daraus wird weder ein Freibrief noch gehört eine Drohkulisse daraus. Die Aufsicht arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerkblockaden (§ 9).
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) eine Rückzahlungspflicht für unlizenzierte Anbieter grundsätzlich für möglich — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt für niemanden ein Anspruch. Wer heute auf einem nicht erlaubten Portal verliert, hat eine Rechtsunsicherheit mehr und keine Zusage.
Die Aufsicht warnt namentlich
Am 17. September 2026 hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei ein Angebot genannt, „wie etwa Platincasino“. Solche Warnungen sind selten ausführlich, aber sie sind konkret. Wer ein Regionalliga-Angebot findet, kann dieselbe Prüfung in zwei Minuten selbst machen: Whitelist aufrufen, Domain suchen, Inhaber lesen.
Warum die Steuer kein Beweis für irgendetwas ist
Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die setzt (§ 19). Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter; dazu hilft nur ein Blick in dessen eigene Bedingungen. Sie gilt auch für nicht erlaubte Anbieter. Gezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis einer Erlaubnis — ein naheliegender Fehlschluss, den man besser gleich streicht.
Der Weg in die Regulierung war nicht selbstverständlich
Ein Markt, der von einem Nichtangebot lebt, ist ein Markt, in dem die Aufsicht lange gebraucht hat, überhaupt Struktur zu schaffen. Die Erlaubnisse der heute größten Anbieter datieren überwiegend aus dem Herbst 2020 und dem Jahr 2021 — die ersten Sportwettenerlaubnisse des regulierten deutschen Marktes überhaupt. Wer damals gesetzt hat, hat auf einem Markt gesetzt, dessen Aufsicht noch nicht bei jedem Eintrag angekommen war.
Verantwortungsvoll wetten: Wo die Schutzmechanismen greifen und wo sie enden
Alle folgenden Regeln gelten bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Bei einem Angebot ohne Erlaubnis gelten sie nicht — nicht abgeschwächt, nicht teilweise, sondern nicht. Das ist die eigentliche Kostenrechnung dieses Themas, deutlicher als jede Quotendifferenz.
Alter und Konto
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren zulässig (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer diese Frist schon einmal ausgenutzt hat, kennt das Gefühl: Gewinnen ja, auszahlen später.
Das Einzahlungslimit
Das Standardlimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1) und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit festlegen — bis 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden 10.000 bis 30.000 € — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.
Diese Zahlen sind keine Empfehlung, sondern eine Obergrenze für alle zusammen. Wer zwei Konten hält, hat nicht 2.000 € zur Verfügung: Paralleles Spielen ist nach § 6h GlüStV untersagt, geprüft über die Aktivitätsdatei.
OASIS und der Panikbutton
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a) und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens 3 Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Blockade aus.
Nichts davon existiert jenseits der erlaubten Zone. Offshore-Portale sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Wer dort spielt, hat keinen Panikbutton, keine monatliche Obergrenze über alle Anbieter und keinen Ort, an dem eine Selbstsperre technisch greift.
Geld und Auszahlung
Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt — das ist der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem erlaubten deutschen Wettgeschäft heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Auszahlungen erfolgen erst nach offiziellem Ende der Veranstaltung. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.
Wo du Hilfe bekommst
Wenn der Einsatz größer wird als der Spaß: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät unter der Nummer 0800 1 37 27 00, anonym und kostenlos. Wer ein Konto bei einem erlaubten Anbieter hält, kann die Selbstsperre über OASIS auch ohne Umweg über den Anbieter setzen lassen. Beides sind Wege, die nur in der erlaubten Zone funktionieren — und die kein Grund sind, sich dafür zu entschuldigen, sie zu nutzen.
Wettarten und Quoten: Welche Preise du für dein Geld bekommst
Die Wettarten, die man aus der Bundesliga kennt — Sieger, Handicap, Tore, Kombinationen —, sind für die Regionalliga bei erlaubten Anbietern nicht vorgesehen. Nicht weil sie dort anders funktionierten, sondern weil die Liga gar nicht im Programm steht. Was bleibt, ist die Frage, wie Quoten überhaupt funktionieren und was in ihnen steckt.
Was in einer Quote steckt
Eine Festquote ist ein Preis. Sie enthält den Auszahlungsanteil des Marktes und den Rest, den der Veranstalter einbehält. Für einen Markt mit drei Ausgängen — 1X2 — ergibt sich der Auszahlungsanteil als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller drei Quoten. Bei Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60 für ein illustratives Beispiel liegt die Summe der Kehrwerte bei rund 1,048. Der Auszahlungsanteil beträgt damit etwa 95,4 %, der Einbehalt des Veranstalters rund 4,6 % — ein Wert, der je nach Anbieter und je nach Markt in einer Größenordnung von etwa 4 bis 7 % schwankt und sich mit jeder Preisänderung verschiebt.
Das ist kein Skandal, sondern die Mechanik. Interessant wird sie erst im Vergleich über viele Wetten: Bei einem Einbehalt von 5 % zahlst du statistisch 5 Cent je 1 € Einsatz, über viele Wetten hinweg gerechnet. Wer 500 € im Monat umsetzt, gibt davon größenordnungsmäßig 25 € an den Markt ab, unabhängig davon, ob unter dem Strich ein Gewinn steht. Für die Regionalliga, wo erlaubte Preise nicht existieren, heißt das: Du bezahlst diesen Anteil auf einem Portal, das dir im Gegenzug Sperrsystem, Limitdatei und Rechtsweg nicht bietet. Der Preis ist derselbe, die Absicherung nicht.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette setzt eine Quote auf einen Ausgang. Die Kombiwette verbindet mehrere Auswahlen zu einem gemeinsamen Preis, der sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt — aus 2,10 und 1,80 wird 3,78. Der Vorteil ist der höhere mögliche Rückfluss. Der Nachteil ist arithmetisch und unausweichlich: Jede Auswahl bringt ihren eigenen Einbehalt mit, und die Einbehalte multiplizieren sich über die Wahrscheinlichkeiten zusammen. Eine Vierfach-Kombi aus vier Märkten mit je rund 5 % Einbehalt liegt in der Erwartung deutlich unter dem Einzelmarkt.
Die Systemwette streut Einsätze über mehrere Kombinationen aus denselben Auswahlen. Sie verändert nicht den Einbehalt pro Wette, sondern nur die Verteilung zwischen mehreren Wetten. Wer glaubt, damit das Haus zu überlisten, hat die Struktur nicht zu Ende gerechnet.
Warum Regionalliga-Quoten besonders vorsichtig zu lesen sind
Bei einer Liga, die kein erlaubter Anbieter führen darf, gibt es keine Preise, die sich an einem regulierten Markt messen lassen. Was ein nicht erlaubtes Portal für ein Regionalliga-Spiel ansetzt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was auf ein Erstliga-Spiel gesetzt wird, und es gibt keine Instanz, die es prüft. Dazu kommt das Liquiditätsproblem: Amateurspiele ziehen wenig Volumen, und wenig Volumen bedeutet breitere Margen. Ob ein Portal unter diesen Bedingungen 6 % oder 12 % einbehält, kann niemand verifizieren — es gibt keine Whitelist-Zeile, die einen Preis belegt.
Wie du eine Quote selbst prüfst
Die Rechnung ist mit einem Taschenrechner in einer Minute erledigt. Notiere die Dezimalquoten aller Ausgänge eines Marktes, bilde von jeder den Kehrwert, addiere die Kehrwerte. Die Summe liegt immer über 1; der Überschuss über 1 ist der Einbehalt des Veranstalters. Liegt die Summe bei 1,05, behält der Anbieter rund 5 % des Umsatzes. Liegt sie bei 1,12, sind es rund 12 %. Diesen Test kannst du vor jedem Abschicken eines Wettscheins machen, und du kannst ihn für zwei Anbieter nebeneinander machen. Es ist der einzige faire Vergleich von Preisen, den es ohne Datenanbieter gibt.
Der Steuersatz im Quotenvergleich
Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob ein Anbieter sie in seine Quoten einpreist oder separat ausweist, entscheidet er selbst. Bei der Frage, welcher Anbieter die bessere Quote hat, muss sie deshalb mitgedacht werden: Eine scheinbar großzügige Quote kann einen Steueraufschlag enthalten, eine andere ihn bereits verrechnet haben. Ein Anbieter, der im Werbetext mit „0 % Wettsteuer“ wirbt, bewirbt eine Entscheidung über die Weitergabe — nicht die Abschaffung einer Steuer, die er als Veranstalter schuldet.
Sportarten und Wettbewerbe: Der Spielplan der Regionalliga und was er erklärt
Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Je Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Diese Struktur ist der Grund, warum die Liga in der Wettwelt als Sonderfall gilt — sie ist keine einzelne Liga, sondern fünf parallele Ligen mit unterschiedlichen Wegen nach oben.
Fünf Staffeln, ein Aufstiegssystem
Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die beiden übrigen Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Wer die Staffeln nur als Regionalgruppen betrachtet, übersieht, dass sie unterschiedlich viel wert sind: Ein Staffeltitel in West kann den direkten Aufstieg bedeuten, ein Staffeltitel in Bayern den Umweg über zwei Playoff-Spiele. Für einen Wettmarkt wäre das eine interessante Konstellation. Es gibt ihn bei erlaubten Anbietern nicht.
Die Zuständigkeit hat sich verschoben
Zur Saison 2012/13 ging die Hauptverantwortung für die Fußball-Regionalliga vom DFB auf fünf Ligaverbände über. Seither fällt die Liga unter regionale Trägerschaft, was ihre Gliederung stabilisiert, aber auch erklärt, warum die Staffeln so unterschiedlich wirken: Sie werden von unterschiedlichen Verbänden geführt, mit unterschiedlichen Ausschreibungen und Terminplanungen.
Wie die Liga entstanden ist
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09. Wer heute über Regionalliga-Wetten spricht, spricht über eine Spielklasse, die seit mehr als sechzig Jahren besteht und seit 2008 in ihrer aktuellen Verfassung läuft — keine Nischenkonstruktion, sondern eine gewachsene Liga mit festem Publikum.
Was vier erlaubte Anbieter stattdessen zeigen
Die Regionalliga fehlt, aber die Programme der erlaubten Anbieter sind nicht leer. Was dort steht, ist für die Frage, welche Alternative sich lohnt, durchaus aussagekräftig.
Sportingbet nennt in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store von Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. MERKUR BETS nennt für seine kostenlose App für Android und iOS „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.
Verglichen mit dem, was auf internationalen Plattformen für die vierte Liga angeboten wird, ist das eine andere Welt: keine Regionalliga, dafür eine deutlich größere Zahl an Sportarten, Konfiguratoren und Live-Märkten innerhalb der erlaubten Zone. Und, um es klar zu sagen: MERKUR SLOTS in derselben App wie das Sportwettenangebot ist kein Vorteil, sondern eine Verführungsnähe. Beide Erlaubnisse sind unterschiedliche Erlaubnisse mit unterschiedlichen Regeln, und wer die Sportwette sucht, braucht das Automatenspiel nicht daneben. Die Casino-Erlaubnis sagt über das Sportwettenangebot nichts aus — und die Sportwettenerlaubnis nichts über das Automatenspiel.
Was die Liga für den Wettschein bedeutet
Die Regionalliga liefert Spielplan-Portale, Vereinsseiten, lokale Berichterstattung — alles öffentlich und brauchbar. Genau deshalb fällt das Fehlen bei den erlaubten Anbietern auf: Die Information ist da, die Wette nicht. Wer sich informieren will, kann das tun. Wer wetten will, muss die Liga wechseln.
Vergleich erlaubter Anbieter: Wer die Regionalliga nicht hat und was er stattdessen bietet
Die zehn Anbieter in dieser Liste verfügen über eine deutsche Sportwettenerlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand: 2. Oktober 2026). Sie sind hier nicht nach Regionalliga-Angeboten sortiert — denn diese fehlen im erlaubten Programm —, sondern nach ihrem Angebot und den Bedingungen für die Spielenden.
| Anbieter | Status auf der GGL-Whitelist und Inhaber der Erlaubnis | Sportwettenerlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | aufgeführt; Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Sportwetten.de | aufgeführt; NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Sportingbet | aufgeführt; Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betway | aufgeführt; Betway Limited | 09.03.2021 |
| 888sport | aufgeführt; 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| VBet | aufgeführt; SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | aufgeführt; Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| AdmiralBet | aufgeführt; Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | aufgeführt; Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| bpremium | aufgeführt; Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Die Spanne der Erteilungsdaten erzählt eine Geschichte, die in keiner Werbebotschaft vorkommt. Sechs der zehn Erlaubnisse stammen aus einer ersten Welle im Herbst 2020 und im Frühjahr 2021, als der regulierte Markt überhaupt erst anlief. Zwei — VBet und MERKUR BETS — kamen mehr als zwei Jahre später, im Dezember 2023 und im November 2023. Das ist ein Nachzügler-Status, nicht unbedingt ein Nachteil: Ein späterer Markteintritt bedeutet oft ein neueres Produkt, ohne gewachsene Altlasten in den Bedingungen. Die sechs Erlaubnisse des Jahre 2020 und 2021 haben dagegen eines gemeinsam: Sie sind deutlich länger bei der Sache.
Für die Regionalliga-Frage sind alle zehn Zeilen identisch. Keiner von ihnen darf die Liga anbieten. Das ist keine Lücke dieser Tabelle, sondern ihr Befund.
Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Einzelnen
Die Auswahl folgt der Whitelist, nicht einer Bewertung. Wer hier steht, hat eine Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV; wer hier steht, hat keine Regionalliga. Der Rest ist Angebot, Bedingung und Preis.
Betano — die App mit den meisten Zusatzmärkten
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Auf der Whitelist steht für Betano der Inhaber Betkick Sportsbetting Limited, Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Bet Builder und Cash Out sind Funktionen, die eine Wette in ihre Bestandteile zerlegen. Das klingt nach Kontrolle, und es ist auch eine — aber die Kombination mehrerer Märkte eines Spiels schichtet Einbehalte übereinander, und wer jede Auswahl einzeln bewertet, landet auf einem längeren Wettschein als beabsichtigt. Das Streaming ist ein echter Mehrwert, wenn du Spiele sehen willst, die im deutschen Free-TV nicht laufen. Zusätzlich fällt auf, dass der App-Entwickler ein anderer ist als der Whitelist-Inhaber der Domain — kein Widerspruch, aber ein Hinweis darauf, dass ein Name in einer App-Beschreibung keine Erlaubnis belegt.
Was dieser Block etabliert: Betano liefert die größte Funktionsvielfalt im Feld, und die Zusatzmärkte sind genau der Teil, der still Geld kostet.
Sportwetten.de — der älteste Eintrag im Feld
Die Whitelist führt für Sportwetten.de die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Erlaubnis seit dem 19. November 2020.
Die Domäne trägt den Namen der Sache. Das ist bequem und irreführend zugleich: Sie klingt wie eine Behördenauskunft und ist ein Wettanbieter wie jeder andere, mit demselben Einbehalt in jeder Quote. Wer nach dem Kriterium sucht, findet hier keine Regionalliga — und im Zweifel auch keinen Grund, aus dem Namen auf ein anderes Produkt zu schließen.
Das Erteilungsdatum markiert den frühesten Sportwettenerlaubnis-Stand dieses Marktes überhaupt.
Sportingbet — Konfigurator plus Live, breit gefächert
Sportingbet bietet einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Inhaberin der Erlaubnis für Sportingbet ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, seit dem 9. Oktober 2020.
Sieben genannte Sportarten sind kein Zufall, sondern eine Programmentscheidung: Handball, Darts und Snooker ziehen eigene Publiken, die bei manchen Anbietern leer ausgehen. Der Konfigurator+ erlaubt Kombinationen, die über eine Standard-Kombiwette hinausgehen. Die Kehrseite bleibt arithmetisch — jede zusätzliche Auswahl bringt ihren eigenen Einbehalt mit, und ein Konfigurator macht das nicht transparenter, sondern bequemer.
Bemerkenswert ist hier vor allem die Breite: Wer die Regionalliga vermisst und eine Sportart sucht, die als Ersatz taugt, hat bei Sportingbet mehr Auswahl als bei manchem Konkurrenten.
Betway — Cash-Out in Teilbeträgen, Konfigurator für Fußball
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien verbindet. Erlaubnis für Betway: Betway Limited, seit dem 9. März 2021.
Der teilweise Cash-Out ist die interessantere Variante, weil er den Rest der Wette bestehen lässt — und die teurere, weil jeder Teilausstieg zu einem Kurs stattfindet, den der Anbieter stellt. Wer den Cash-Out als Sicherheitsnetz benutzt, zahlt für dieses Netz jedes Mal, wenn er es spannt.
888sport — börsennotierte Gruppe, kein eigener Vorteil auf dem Wettschein
Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited als Whitelist-Inhaberin für 888sport, Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
Eine Börsennotierung ist ein Governance-Merkmal und kein Wettmerkmal. Sie sagt etwas über Berichtspflichten und wenig über Quoten. Die späteste Erlaubnis des Jahres 2021 in diesem Feld.
VBet — der Nachzügler mit der jüngsten Erlaubnis
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter VBet, sitzt im Portomaso-Komplex in St. Julian’s, Malta; die Behörde verzeichnet die Sportwettenerlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023.
Die jüngste Erlaubnis im Feld, und das ist kein Nachteil, sondern eine Produktaussage: Weniger Jahre Marktpräsenz bedeuten häufig eine jüngere technische Basis. In einem Vergleich, der nach Funktionsumfang fragt, sollte man der späten Erlaubnis nicht automatisch einen Abzug anrechnen — sie sagt nichts über die Qualität des Angebots und schon gar nichts über die Regionalliga, die auch hier fehlt.
MERKUR BETS — über 70 Sportarten, und Slots in derselben App
Die Merkur Bets Malta Limited ist Inhaberin der Sportwettenerlaubnis für MERKUR BETS, seit dem 6. November 2023. Die kostenlose MERKUR-BETS-App für Android und iOS nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“.
Der Zahlenumfang ist beeindruckend und in dieser Liste der größte genannte. Die Verbindung von Sportwetten und Automatenspiel in einer App bleibt trotzdem der Punkt, den man nicht weglächeln sollte. Zwei Erlaubnisse, zwei Erlaubnisarten, zwei Regelwerke — wer die Sportwette sucht, sollte die zweite Funktion nicht als Ausstattungsmerkmal lesen. Ausgerechnet in einer Liga, in der die erlaubte Zone nichts anbietet, ist Slots-Nähe kein Ersatzangebot.
Was der Block zeigt: Die Breite des Sportangebots ist echt, die Nachbarschaft zur Slot-Welt der Teil, den ein Sportwetter nicht mitbezahlen sollte.
AdmiralBet — die meisten Folgeerlaubnisse im Feld
Auf der Whitelist ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited geführt, mit einer Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Drei Erteilungsvorgänge sind der regste Eintrag dieses Vergleichs. Das spricht für ein Haus, das seine Papiere aktuell hält — und es erinnert daran, dass AdmiralBet zwei getrennte Erlaubniswelten betreibt. Die Sportwettenerlaubnis deckt das Sportwettenangebot, die Slot-Erlaubnis eine völlig andere Produktwelt. In einer Liga ohne legale Quoten ist das ein Detail, das mehr über die Struktur des Anbieters sagt als über seine Preise.
bet365 — der erste Whitelist-Eintrag dieses Vergleichs
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
bet365 gehört zur ersten Welle des regulierten Marktes, und die Marke steht seit Jahren für das umfangreichste Live-Angebot außerhalb Deutschlands. In Deutschland definiert der Gesetzgeber, wie viel davon zulässig ist — das nächste Tor und der nächste Satz, nicht mehr. Der Abstand zwischen dem, wofür die Marke international bekannt ist, und dem, was hier erlaubt ist, ist der größte in dieser Liste. Wer bet365 vor allem für Livewetten sucht, findet ein Angebot vor, das enger ist als der Ruf.
Damit endet dieser Block auf einer Einschränkung, nicht auf einer Note: Die Whitelist-Zeile ist die eine Hälfte des Bildes, das Wettprogramm die andere.
bpremium — Ladbrokes-Betrieb, eigene Rechtsform
Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd ist Betreiberin von bpremium, mit Sitz in Gzira, Malta, und unter der Registernummer C92799 geführt; die Nutzungsbedingungen tragen die Fassung vom 3. April 2023. Auf der Whitelist steht die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Hier tritt die Marke Ladbrokes hinter einer Domain ohne Wiedererkennungswert auf. Das ist eine Marketing-Entscheidung und kein Nachteil für die Wette — die Whitelist-Zeile zählt, nicht der Name. Die Fassung der Nutzungsbedingungen von April 2023 ist die einzige in diesem Feld, deren Datum in den Bedingungen selbst steht, und damit die einzige, bei der ein Leser nachvollziehen kann, welche Version er akzeptiert hat.
Was Regionalliga-Quoten den Leser kosten — und was höhere Ligen anders machen
Bleibt die Frage, die diesen ganzen Text trägt: Wenn die Regionalliga nicht verfügbar ist, was ist dann die zweite Wahl — und was kostet sie?
Auf höheren Ligen sind die Wettarten verfügbar, die man kennt: Siegerwette, Handicap, Tore, Kombinationen. Die Preise dort sind ein regulierter Markt, mit Anbietern, die ihre Erlaubnis behalten wollen. Und die Kosten sind rechnerisch dieselben wie überall: Der Einbehalt in der Quote, der bei einem Drei-Ausgänge-Markt zwischen etwa 4 und 7 % liegt, wenn man die Quoten des Beispiels von 2,10, 3,40 und 3,60 zugrunde legt und die Spanne der üblichen Preisstellungen annimmt. Wer auf die Bundesliga setzt, zahlt diesen Preis und bekommt dafür OASIS, LUGAS, das 1.000-€-Standardlimit und den deutschen Rechtsweg. Wer auf die Regionalliga setzt, zahlt denselben Preis ohne diese vier Dinge.
Dazu kommt die Steuer: Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags — schuldet der Veranstalter einer jeden Wette, ob erlaubt oder nicht. Sie ist kein Beweis für Legalität. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern darin, wohin du dich wendest, wenn etwas schiefgeht.
Wer ein Konto bei einem erlaubten Anbieter hält und dennoch nach Regionalliga-Quoten sucht, sollte sich eine Sache vor Augen führen: Es gibt keinen erlaubten Anbieter, bei dem diese Suche erfolgreich endet. Die Suche selbst ist die Antwort. Was sich lohnt, ist der umgekehrte Weg — die Liga wählen, die im zugelassenen Programm steht, und den Anbieter anhand der Bedingungen auswählen, die man selbst prüfen kann.
Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten
Kann man in Deutschland legal auf die Regionalliga wetten?
Nein. Die vierte Liga gilt in der Aufsichtspraxis als Amateurbereich, und Veranstaltungen mit überwiegend Amateuren sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV vom Wettangebot ausgeschlossen. Anbieter mit deutscher Erlaubnis dürfen Regionalliga-Spiele nicht in ihr Sportwettprogramm aufnehmen. Wer solche Quoten findet, findet sie außerhalb der Erlaubnis.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus?
Der Ausschluss steht nicht namentlich im Gesetz, sondern folgt aus der Einordnung: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt in der behördlichen Praxis zu den Veranstaltungen mit überwiegend Amateuren. Daraus folgt, dass lizenzierte Anbieter diese Partien nicht anbieten dürfen — und jede gefundene Quote auf einem Portal ohne Erlaubnis liegt.
Was bedeutet es, wenn eine Plattform ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Dann veranstaltet sie Sportwetten ohne die nach § 4 Abs. 1 GlüStV nötige Erlaubnis. Eine maltesische, Curaçao- oder Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Wer dort setzt, ist an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen und hat keinen deutschen Rechtsweg; im Übrigen warnt die Aufsicht ausdrücklich vor illegalen Angeboten.
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
An der offiziellen Übersicht erlaubter Anbieter nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Dort suchst du die Domain, nicht die Marke, und liest den Inhaber der Erlaubnis daneben. Eine .de-Endung beweist nichts. Achte darauf, dass die Domain unter der Sportwettenerlaubnis steht — Slot- oder Poker-Erlaubnisse sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.
Welche Folgen hat ein Angebot ohne OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Keine dieser Sicherungen greift dort. In der erlaubten Zone liegt das Standardlimit bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei, und OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Ohne Anschluss gibt es kein gemeinsames Limit, keinen Panikbutton und keine technisch wirksame Selbstsperre.
Kann ich auf höheren Ligen wetten und was kostet das?
Ja. Bundesliga und 3. Liga stehen im zugelassenen Programm, mit den bekannten Wettarten, und du erhältst dabei OASIS, LUGAS und den deutschen Rechtsweg. Der Preis steckt in jeder Quote: Bei einem illustrativen 1X2-Markt mit Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 %, der Einbehalt bei rund 4,6 % — je nach Anbieter und Markt etwa 4 bis 7 %.
Wie liest man Quoten richtig, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Bilde von jeder Dezimalquote eines Marktes den Kehrwert, addiere sie — der Überschuss über 1 ist der Einbehalt des Anbieters. Ganz gleich, welcher Anbieter: 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, schuldet immer der Veranstalter. Ob er sie einpreist, steht nur in seinen eigenen Bedingungen.
Fußball – Freiwette
Inhalt erstellt vom Team «Freiwette»
