Afrika-Cup-Wetten 2026 – Erlaubnis, Quoten und der wahre Preis der Wette

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer heute nach Wetten auf den Afrika-Cup sucht, sucht nach einem Turnier, das in diesem Kalenderjahr nicht gespielt wird. Die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste Ausgabe ist bereits terminiert. Zwischen beiden liegt ein Jahr ohne Afrika-Cup, und wer das weiß, spart sich die Suche nach einem Anbieter, der den Kalender erfüllen könnte.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Die Rechtslage: was die Erlaubnis den Anbieter kostet

Wetten auf den Afrika-Cup sind in Deutschland nur bei Anbietern zulässig, die dafür eine Erlaubnis besitzen. Geprüft wird das an einer einzigen Stelle: der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt. Im Stand vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge — 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Halter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Wer eine Domain in dieser Liste sucht und nicht findet, hat die Antwort schon; mehr Werkzeug braucht es nicht.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Prüfung ist billig. Die Erlaubnis dagegen ist teuer, und zwar nicht für den Anbieter allein. Eine Erstanlaufzeit von fünf Jahren nach § 4c Abs. 1, ein Sportwettprogramm, dessen Wettarten die Behörde vorab freigibt (§ 21 Abs. 5), und ein Rahmen für Live-Wetten, der während eines laufenden Spiels nur das Endergebnis oder den nächsten Treffer zulässt (§ 21 Abs. 4) — das sind Auflagen, die der Betreiber nicht einfach wegpreisen kann. Sie landen dort, wo immer sie landen: im Angebot selbst. Wer vor der Frage steht, ob ein Anbieter die Mühe wert ist, sollte wissen, dass die Mühe einen sichtbaren Preis hat.

Ein Glücksspielstaatsvertrag, der sich an Esports nicht beteiligt

Esports-Wetten gehören nicht zur Sportwetten-Erlaubnis in Deutschland. Die GGL sagt ausdrücklich, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist — eine erlaubte Esports-Wette existiert hierzulande nicht. Wer auf einer Plattform ein Esports-Programm findet, liest entweder eine nicht zugelassene Produktlinie oder eine Beschreibung, die einer anderen Jurisdiktion folgt.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Die Regel ist kein Nebensatz. Sie zeigt, wie eng das Sportwettprogramm geschnitten ist, und sie ist der schnellste Indikator dafür, ob eine Plattform sich überhaupt am deutschen Regime orientiert. Parallel dazu steht die Einschränkung nach § 21 Abs. 1a: Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der Praxis des GGL gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich) sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind gesperrt. Soziale und politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig.

Die Steuer sitzt in der Quote, nicht auf dem Konto

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der die Steuer selbst nicht enthält“ (§§ 17, 18). Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 % — 5,3 geteilt durch 105,3. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Das ist die wichtigste Zeile dieses Abschnitts, weil sie die häufigste Fehlannahme trägt: 5,3 % vom Einsatz sind es nicht.

Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, entscheidet er selbst; verbindlich ist nur, was in seinen eigenen Bedingungen dazu steht. Die Steuer trifft auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis — eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Beleg für eine Zulassung. Und: einen gesetzlichen Einsatzdeckel je Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht. Die Grenze, über die der Staat tatsächlich steuert, ist die Monatsgrenze beim Einzahlungslimit, und diese ist im Abschnitt „Spielerschutz: was Selbstkontrolle den Spieler kostet“ genauer erklärt.

Wenn eine Plattform ohne Erlaubnis den Spieler stehen lässt

Sportwetten für Menschen in Deutschland anzubieten, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und in dieser Warnung namentlich Platincasino genannt. Der Veranstalter riskiert nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr; für Spielende steht § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe im Raum. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — daraus wird weder ein Freibrief noch ein Grund, den Fall dramatischer zu machen, als er ist.

Zivilrechtlich wird es für den Einzelnen konkreter, und der Ausgang ist offen. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) eine Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich gehalten, mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt kein Anspruch für irgendwen.

Was einem Spieler auf einer Plattform ohne Erlaubnis tatsächlich fehlt, sind drei Dinge gleichzeitig: der Anschluss an das Sperrsystem OASIS, der Anschluss an die Limitdatei LUGAS und jeder deutsche Rechtsweg über die Aufsichtsbehörde. Höhere Limits sind dort kein Geschenk. Sie sind derselbe Verzicht von der anderen Seite gelesen, und der angebotene Kontostand ist nicht die Sicherheit, für die er gehalten wird: Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Wer sich auf eine Plattform außerhalb der Whitelist begibt, gibt diesen Schutz auf, und das ist der eigentliche Kaufpreis.

Werbung dürfen nur Erlaubnisinhaber betreiben (§ 5 Abs. 7). Das Verbot von 6:00 bis 21:00 Uhr aus § 5 Abs. 3 Satz 1 erfasst Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — Sportwetten nicht. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf dem werbenden Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Und noch einer dieser Sätze, die beim Lesen unspektakulär wirken und es nicht sind: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wer nach dem Schlusspfiff auf sein Geld wartet, wartet auf die offizielle Wertung, nicht auf den Abpfiff.

Spielerschutz: was Selbstkontrolle den Spieler kostet

Turnierwochen verleiten nicht zu einem großen Einsatz, sondern zu einer Reihe kleiner. Sechs Vierergruppen, an manchen Tagen mehrere Partien, und nach dem Abpfiff liegt der nächste Anstoß näher als die nächste Auszahlung. Das ist kein Argument gegen das Turnier — es ist der Grund, sich die Regeln vorher anzusehen statt während der Gruppenphase.

Die einfachen Teile zuerst. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich (§ 4 Abs. 3). Ein Konto je Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Diese Frist ist weder Skandal noch Nachteil; sie ist eine Einzahlungserlaubnis ohne Auszahlung, und wer das weiß, plant seine Einzahlung nicht in die ersten drei Tage eines Turniers.

Das Monatslimit und seine Obergrenze

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat — über alle Anbieter gerechnet, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Das ist der Punkt, an dem die meisten Rechnungen falsch aufgehen: Es sind nicht 1.000 € je Haus, sondern 1.000 € über den ganzen Markt. Wer bei fünf Anbietern auf fünf eigene 1.000 € spekuliert, hat das Limit nicht gefunden, sondern überlesen.

Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen: bis zu 10.000 €, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Der Nachweis dafür ist nicht die eigene Angabe auf einem Formular — eine Selbstauskunft genügt nicht, verlangt ist ein belegbarer Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Gesenkt wird sofort, angehoben erst nach sieben Tagen. Wer während des Turniers nach oben will, verbringt die Gruppenphase mit dem alten Limit. Genau das ist die Schutzfunktion: nicht die Zahl, sondern die Wartezeit.

Parallelspiel ist nach § 6h verboten und wird über die Aktivitätsdatei geprüft. Zwei Konten bei zwei Anbietern sind also nicht zwei Wege am Limit vorbei, sondern ein Weg zu einem Problem mit der Aufsicht. Wer über das Limit hinaus will, findet keinen, der ihm dabei hilft.

OASIS, Panikbutton und die Nummer, die wirklich zählt

OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Sperrsystem; abgeglichen wird bei der Anmeldung und bei jedem Login. Eine Selbstsperre ist damit eine Sperre über den ganzen Markt, nicht über ein Haus. Sie dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Laufzeit nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst einen sofortigen 24-Stunden-Block aus — die Notbremse, nicht die Lösung.

Diese Passage gehört ohne Beiwerk geschrieben, und deshalb steht hier eine Nummer und keine Haltung: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät unter 0800 1372700, kostenlos und anonym. Wer merkt, dass der Spielplan den Abend diktiert, greift zum Telefon und nicht zum Wettschein. Im weiteren Text gibt es dafür keine Entschuldigung und keine Abschwächung.

Wettarten und Quoten: was in jedem Preis steckt

Eine Quote ist keine Vorhersage, sondern ein Preis mit einer eingebauten Gebühr. Ein Markt mit drei Ausgängen hat drei Wahrscheinlichkeiten; in einem fairen Preis wäre die Quote der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit. Die angebotene Quote liegt darunter, und die Differenz bleibt im Haus — unabhängig davon, welche Mannschaft gewinnt. Das ist der Satz, den man kennen muss, bevor man die erste Wette vergleicht.

Das Format des Afrika-Cups entscheidet, welche Wettart an welcher Stelle Sinn ergibt. Bei der Ausgabe 2025 wurden sechs Vierergruppen gespielt; Gruppenerste und -zweite kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten, danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Ein Gruppenspiel hat drei Ausgänge und keine Verlängerung. Ein K.-o.-Spiel hat dieselben drei Ausgänge im regulären Teil — aber der Ausgang nach 90 Minuten ist nicht der Ausgang des Abends.

Turniersieger, Gruppenwetten, Spielausgang, Torschützenkönig

Vier Wettarten tragen das Turnier. Die Wette auf den Turniersieger hängt am ganzen Weg: drei K.-o.-Runden plus Gruppenphase, mit drei möglichen Verlängerungen. Die Gruppenwette hat drei Ausgänge und endet nach 90 Minuten. Der Spielausgang in der K.-o.-Runde endet ebenfalls nach 90 Minuten, auch wenn danach weitergespielt wird. Und der Torschützenkönig ist ein Markt über ein ganzes Turnier mit einem einzigen Sieger — Torschützenkönig des Afrika-Cups 2025 war Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren.

Der Vergleich zweier solcher Märkte ist kein Quotenvergleich, sondern ein Reichweitenvergleich. Wer 2,10 auf ein Gruppenspiel neben 12,00 auf einen Turniersieger legt, hat keine bessere und keine schlechtere Quote gefunden, sondern zwei verschiedene Risikolängen. Das ist die erste Stelle, an der ein unerfahrener Spieler Geld verliert, ohne einen Fehler zu machen, den er benennen könnte.

Wie viel ein Beispielmarkt zurückzahlt

Ein Anbieter offeriert für ein Spiel drei Quoten: 2,10 auf Sieg, 3,40 auf Remis, 3,60 auf Niederlage. Das ist ein Rechenbeispiel zur Größenordnung, kein zitiertes Angebot. Der Quotenschlüssel ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt einen Quotenschlüssel von rund 0,937, also etwa 93,7 % Ausschüttung. Die Marge ist die Differenz zu 100 % und liegt damit bei rund 6,3 %.

Warum das eine Bandbreite ist und keine feste Zahl: Der Schlüssel hängt an der Zahl der Ausgänge, an der Sportart und an jedem Wettbewerb für sich. Ein Zweiwegemarkt, ein Handicap und ein kombiniertes Angebot haben andere Werte. Ein Fußballspiel ist kein Handballspiel, und die Marge eines 1X2-Marktes sagt nichts über die Marge eines Über/Unter-Marktes. Wer zwei Quoten vergleicht, muss dieselbe Wettart und dasselbe Spiel nehmen, sonst vergleicht er zwei Preise für zwei verschiedene Dinge.

Was das für den Einsatz bedeutet, ist unspektakulär und hart: Bleibt rund 93,7 % zurück, verschwinden rund 6,3 % jedes eingezahlten Euro im Markt selbst, noch bevor die Steuer überhaupt greift. Ein Rentner mit 50 € Einsatz sieht das nicht als Zeile auf dem Konto. Er sieht es in jeder Wette, die er in einem Monat abschließt.

Wo die Steuer auf die Marge trifft

Die 5,3 % Sportwettensteuer auf die Bemessungsgrundlage ohne die Steuer selbst — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags — erscheint bei einem erlaubten deutschen Anbieter nicht als separate Zeile. Sie steckt, soweit er sie weitergibt, in der Quote und damit im selben Preis, den die Marge schon trägt. Die Rechnung ist deshalb kumulativ: Ein Markt mit 6,3 % Marge und einer weitergereichten Steuer verliert in zwei Richtungen, und beide Richtungen zeigen auf die Auszahlung. Je unschärfer die Quote eines Nischenmarktes ist, desto tiefer die Marge und desto mehr von der Steuer liegt in einem ohnehin teuren Preis. Wer diese Kumulation nicht kennt, wundert sich über schlechte Quoten und nennt es Pech.

Warum „0 %“ nicht die ganze Wahrheit ist

Manche Plattform wirbt in ihrem Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt die Aussage auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der sie bei 45 % der untersuchten Quoten den ersten Platz belegte. Zwei Haken, und beide sind im Werbetext nicht versteckt. Erstens: „die besten Quoten“ ist ausdrücklich auf 45 % der untersuchten Spiele beschränkt — für die übrigen 55 % sagt die Aussage nichts aus, und niemand kann ohne die Studie nachrechnen, welche Spiele das waren. Zweitens: ob „0 % Wettsteuer“ bedeutet, dass die Steuer nicht in der Quote steckt, lässt sich nur an den eigenen Quoten des Anbieters prüfen. Die Werbung ist kein Betrug; sie ist eine Aussage über einen Ausschnitt, den der Leser selbst nicht sieht.

Was der Leser stattdessen tun kann, kostet fünf Minuten und kein Geld. Über mehrere Tage denselben Markt bei mehreren Anbietern notieren, alle Ausgänge aufschreiben und den Kehrwert der Kehrwertsumme bilden. Das ist ein selbstgebauter Quotenschlüssel, und er hält auch dem nächsten Werbespruch stand.

Sport und Turnier: der Spielplan als Preisgestaltung

Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Wer einen Kalender über Jahre plant, liest daraus etwas Wichtiges: Der Afrika-Cup war einmal ein Turnier im ungeraden Jahr mit einem knappen Rhythmus — ab 2028 wird ein Afrika-Cup, gemessen am Publikum in Deutschland, zum seltenen Ereignis.

Der Weg durch das Turnier ist der Weg, den die Wette nimmt. In der Ausgabe 2025 wurde die Gruppenphase in sechs Vierergruppen gespielt; Gruppenerste und -zweite kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten. Danach folgte das K.-o.-System: Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Spiel um Platz 3, Finale — Halbfinale und Finale sind die Partien, an denen im Turnier die höchsten Einsätze stehen und an denen sich zeigt, ob der Spieler auf 90 Minuten oder auf den Ausgang des Abends gesetzt hat.

Die Länge des Turniers steht also nicht nur im Kalender, sondern im Einsatz. Wer in der Gruppenphase anfängt, hat über einen Monat Zeit — und damit über einen Monat Gelegenheit, das Budget zu überschreiten. Wer erst im Halbfinale einsteigt, hat weniger Spiele und mehr Marge: Nischenmärkte größer bemessen als der Hauptmarkt einer Gruppenpartie.

Wie das Turnier den Ausgang zieht

Das Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer die Partie als 1:0 nach Verlängerung gesetzt hatte, sah eine der nützlichsten Regeln des Wettmarktes in Aktion: Maßgeblich ist am Ende die offizielle Wertung, nicht der Verlauf auf dem Rasen. Buchmacher richten sich nach dem, was der Verband als Ergebnis feststellt — und der Prozess kann sich über Monate ziehen. Wer kurzfristig Geld braucht, sollte nicht auf ein Ergebnis setzen, das ein Gericht noch ändern kann.

Im Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2 — ein weiterer Fall, in dem der Ausgang des Abends nicht der Ausgang nach 90 Minuten war. Für ein Elfmeterschießen gibt es in der Regel einen eigenen Markt. Wer auf „Unentschieden“ gesetzt hat und das Elfmeterschießen endet 4:2, behält seine Wette, weil nach 90 Minuten kein Sieger feststand.

Was hier passiert, ist keine Kuriosität, sondern eine Struktur. Ein K.-o.-Spiel liefert zwei Ergebnisse für dieselbe Partie: eines nach 90 Minuten und eines nach der Entscheidung. Wer das nicht weiß, kauft unbemerkt das eine und meint das andere.

Warum Live-Wetten im Spiel weniger werden

Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, und diese Erlaubnis besteht nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Fußball: das nächste Tor ja. Im Tennis: der nächste Satz ja. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball: nein.

Das ist der Teil der Erlaubnis, den der Spieler am direktesten spürt. An einem Abend mit drei parallelen Gruppenspielen ist die Auswahl an Live-Märkten klein, und die Versuchung, das Fehlende auf einer Plattform außerhalb der Whitelist zu suchen, ist genau die Versuchung, die dieser Rahmen bestraft. Wer live auf ein Tor setzen will, kann das — aber er sollte wissen, dass ein Sportwetten-Konto in Deutschland nicht jedes Live-Fenster öffnet, das eine Suchmaschine anzeigt.

Top 10: die Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Alle zehn Anbieter hier stehen mit ihrer Sport-Domain im Snapshot der Whitelist vom 2. Oktober 2026, und für jeden ist der Halter in derselben Liste geführt. Das ist die Voraussetzung, nicht das Ergebnis. Die Reihenfolge ist die Ordnung dieser Liste, kein Quotenvergleich — und sie kann keiner sein: Im Oktober steht bei keinem einzigen der zehn ein Afrika-Cup-Markt offen, weil es kein laufendes Turnier gibt.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit Bemerkenswertes am Angebot
VBet geführt; SCGO Limited, Portomaso, St. Julian’s, Malta 05.12.2023 jüngste Erstanlaufzeit im Feld
Betway geführt; Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 Cash-out mit Wertanzeige unter „Meine Wetten“, Konfigurator+
ODDSET geführt; Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 Erlaubnis für Internet und stationären Vertrieb
bet365 geführt; Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 erste Erlaubniswelle 2020
AdmiralBet geführt; Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024 Automatenspiel-Erlaubnis separat für slots.admiralbet.de seit 28.09.2022
Tiptorro geführt; Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 Anbieter beschreibt sich selbst als von der GGL beaufsichtigt
Sportingbet geführt; Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 Konfigurator+, Live-Wetten, breites Sportartenangebot
888sport geführt; 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 Konzernmutter 888 Holdings PLC, Gibraltar
DAZN Bet geführt; DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta 22.08.2023 zweitjüngste Erstanlaufzeit im Feld
Interwetten geführt; Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 deutschsprachiger Kernmarkt

Zwei Spalten verdienen einen zweiten Blick. Die Spalte mit dem Erlaubnisdatum sagt etwas über Beständigkeit, nicht über Angebot: Ein Haus mit einer Erlaubnis von 2020 und einer Folgeerlaubnis von 2022 hat zwei Prüfungen bestanden, ein Haus mit einer Erlaubnis von 2023 eine. Wer daraus eine Rangfolge macht, macht aus einem Datum eine Wertung, die es nicht hergibt. Die Spalte mit den Bemerkungen ist die einzige, die dem Leser eine Entscheidung abnimmt — und sie ist zugleich die unehrlichste, wenn man sie überliest: „Konfigurator+“ und „Cash-out“ sind Produktnamen, keine Vorteilsgarantien.

Was in der Tabelle fehlt, fehlt bewusst. Beträge von Boni, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen dort nicht, weil sie nicht in die Whitelist gehören, sondern in jedem Haus für sich in die eigenen Bedingungen — und weil ein hier eingetragener Wert den Leser verleiten würde, ihn für einen Vergleich über zehn Häuser zu halten. Die Whitelist zeigt keine Enddaten der Erlaubnisse, und ein Datum, das niemand kennt, steht auch nicht in der Tabelle.

VBet: die jüngste Erlaubnis, die volle Prüfung

Als Anbieter von VBet führt die Whitelist die SCGO Limited mit Sitz in Portomaso, St. Julian’s, Malta, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist die späteste Erstzulassung im Feld, und für manche Leser ist das kein Vorteil, sondern ein Vorbehalt. Der Vorbehalt hat eine Berechtigung und eine Grenze. Berechtigt ist er, weil ein junges Haus weniger Betriebsjahre hinter sich hat; begrenzt ist er, weil die Erlaubnis inhaltlich derselben Prüfung unterliegt wie eine aus 2020 und weil ein Haus, das erst 2023 startete, von Anfang an unter dem heutigen Rahmen aufgebaut wurde statt unter einem älteren, den es nachträglich anpassen musste.

Wer die Whitelist als einziges Kriterium nimmt, kommt an VBet nicht vorbei und findet dort nichts zu bemängeln. Wer ein Haus mit langer Betriebsgeschichte sucht, geht weiter. Beides ist eine Entscheidung, keines davon ist ein Argument gegen den Anbieter.

Betway: der Cash-out, der sofort sichtbar ist

Als Anbieter von Betway ist die Betway Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 geführt. Der Cash-out zeigt im Kundenbereich unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol; der Wert der Wette wird dort angezeigt und kann ganz oder teilweise ausgezahlt werden. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer einzigen Wette verbindet.

Der Cash-out ist der Punkt, an dem Betway sich vom Feld abhebt, und zugleich der Punkt, an dem die Marketinglogik kippt. Verkauf wird nicht verschenkt: Wer während eines laufenden Spiels aussteigt, verkauft seine Wette an das Haus zu einem Preis, den das Haus bestimmt, und der liegt unter dem, was die Wette im selben Moment auf dem Markt wert wäre. Der Vorteil ist die Wahl, nicht der Erlös. Wer ohnehin bis zum Ende warten will, verliert durch die Existenz der Funktion nichts — er ignoriert sie einfach. Wer in einem Turnier mit drei parallelen Spielen sitzt und sein Geld nicht in einem Fenster festhalten will, das er nicht mehr kontrolliert, findet hier ein Werkzeug, das die Möglichkeit gibt, eine Position zu schließen, die ohne ihn offen geblieben wäre.

ODDSET: zwei Vertriebswege unter einer Erlaubnis

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). Die Whitelist führt ODDSET mit Erlaubnis seit dem 18. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Die Kombination aus Online und stationärem Vertrieb ist im Feld selten und für einen bestimmten Nutzer praktisch: Wer ohnehin eine Filiale in der Nähe hat, kann dort einzahlen und gewinnt dadurch einen Weg, den ein reiner Onlineanbieter nicht bietet — ohne Zahlungsdienstleister und ohne Verzögerung zwischen Einzahlung und Wettabgabe. Für einen Spieler, der sein Konto nicht mit einer Karte verbinden will, ist das der relevante Unterschied, und er liegt nicht in der Quote, sondern im Weg zur Quote.

bet365: die früheste Erstzulassung

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026), Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Damit gehört bet365 zur ersten Welle der Zulassungen unter dem Regime, und wer die Erlaubnis systematisch prüft, findet hier den am längsten durchgehend dokumentierten Sportsbookeintrag.

Für die Turnierfrage bedeutet das nichts über die Quote. Es bedeutet etwas über die Breite: Ein Haus, das seit dem ersten Zulassungstag dabei ist, hat den deutschen Rahmen nicht als nachträgliche Einschränkung erlebt, sondern als Bedingung, unter der es sein Programm aufgebaut hat. Wer über die Jahre dieselbe Plattform behalten will und die Zulassungsbeständigkeit als Kriterium setzt, findet hier das maximal dokumentierte.

AdmiralBet: zwei Erlaubnisse, die nicht dasselbe sind

Für AdmiralBet führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Das ist ein separates Permit für ein separates Angebot, und es ist die klarste Lehre in dieser Liste: Ein Automatenspiel-Permit ist kein Sportwetten-Permit. Wer die Erlaubnis prüft, prüft die Domain unter der Sportwetten-Zulassung — der eine Eintrag sagt nichts über den anderen.

Wer bei AdmiralBet Sportwetten abschließen will, nutzt die Sportwetten-Erlaubnis und damit den Rahmen mit dem Monatslimit und den eingeschränkten Live-Märkten. Wer auf slots.admiralbet.de spielt, nutzt eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln. Das Nebeneinander ist kein Werbetrick, sondern eine Trennung, die der Gesetzgeber will — und der Leser sollte sie kennen, statt sie als eine Zulassung zu lesen.

Tiptorro: die Selbstbeschreibung, die in der Liste gedeckt ist

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. In der Whitelist steht Tiptorro mit Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Selbstbeschreibungen von Anbietern sind in der Regel kein Prüfmittel — hier fällt die Prüfung glücklicherweise aus. Der Eintrag deckt die Aussage. Das ist die einzige Verteidigung, die es gibt: Die Behauptung eines Hauses zählt genau so weit, wie die Liste sie bestätigt, weder weiter noch enger.

Sportingbet: Breite und das, was sie dem Spieler abnimmt

Sportingbet ist mit der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Der Anbieter führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Breite ist kein Wert an sich, sie hat aber einen messbaren Nutzen. Je mehr Sportarten und je mehr Live-Märkte ein Haus führt, desto geringer die Chance, dass eine bestimmte, geplante Wette ausgerechnet dann ausfällt, wenn der Spieler auf sie gewartet hat — weil der Markt nicht angeboten wird oder weil das Ereignis aus dem zugelassenen Rahmen fällt. Wer über den Fußball hinaus denkt, profitiert davon mehr als jemand, der nur ein 1X2 auf ein Gruppenspiel will. Wer nur das will, zahlt für die Breite nichts.

888sport: ein Konzern im Hintergrund, kein Wettkriterium

Die 888 Germany Limited ist als Halter von 888sport geführt, Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Hinter der Marke steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Eine Börsennotierung ist kein Beweis für ein gutes Wettangebot, und die Versuchung, sie als Bonitätssiegel zu lesen, ist verständlich und falsch. Kapitalmarktnotierung und Quotenschlüssel sind zwei verschiedene Dinge. Was die Notierung hier tatsächlich liefert, ist eine Sorte Öffentlichkeit, die andere Anbieter nicht haben: Berichtspflichten über ein Geschäft, das im Kern im selben Rahmen arbeitet wie alle anderen in dieser Liste. Wer Transparenz als Kriterium nimmt, findet hier ein Datum, das sonst nirgends steht — nicht mehr und nicht weniger.

DAZN Bet: der Sportanbieter, bei dem die Erlaubnis zuerst kommt

Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, hat ihren Sitz in Zebbug, Malta; die Whitelist führt den Eintrag für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. Das ist die zweitjüngste Erstzulassung im Feld, und die Marke trägt den Sport schon im Namen.

Ob das für ein Turnier im Sommer 2027 etwas trägt, sagt die Whitelist nicht, und ein Afrika-Cup-Programm bei diesem Anbieter ist im Oktober weder bestätigt noch ausgeschlossen — es lässt sich nur an seinem eigenen Wettprogramm prüfen, wenn das Turnier näher rückt. Der Punkt, der aus der Tabelle bleibt, ist nüchtern: Der Name verspricht Sportkompetenz, die Liste bestätigt eine Erlaubnis. Der Rest gehört in den eigenen Prüfblick.

Interwetten: die Sprache des Kerns

Als Anbieter von Interwetten ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta geführt (Stand der Liste: 2. Oktober 2026), Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten gehört zu den ältesten im Feld bereits vor dem GlüStV 2021 und ist im deutschsprachigen Markt einer der bekannten Namen.

Für einen Spieler, der zum ersten Mal mit einem Limit umgeht, ist die Sprache der Plattform kein Nebenaspekt. Ein Kundenservice, der die Begriffe OASIS, Limitdatei und Verifizierung in der Sprache des Spielers formuliert, ist die Stelle, an der eine Regel verständlich wird — oder eben nicht. Hier steht der Vorteil nicht in der Quote, sondern darin, dass die Pflichten des Spielers in der eigenen Sprache erklärt werden.

Welche Spalte die Wahl wirklich entscheidet

Zehn Häuser teilen dieselbe Erlaubnisstruktur, denselben Steuersatz, dieselbe Zahlungsregel mit Konto auf eigenen Namen nach dem Geldwäschegesetz und dieselbe Monatsgrenze. Die Whitelist macht sie vergleichbar, aber sie macht sie auch ähnlich. Wer eines auswählt, wählt deshalb nicht die Erlaubnis, sondern die Bedingungen, die an die Wette geknüpft sind: Mindestquote, Umsatzbedingung, Frist, Höhe eines Bonus und die Frage, ob es sich um eine Gratiswette handelt oder um einen Bonus, der das Guthaben wirklich erhöht. Das sind andere Wörter als die in dieser Tabelle, und sie stehen nur in jedem Haus selbst.

Die verbleibende Frage: was ein Neukundenangebot den Spieler kostet

Der Afrika-Cup ist ein großes, breites Ereignis — und damit eine Gelegenheit, in der Neukundenangebote aus dem Kalenderdruck entstehen. Der GlüStV setzt für einen Sportwettenbonus keine Obergrenze. Betrag, Umsatz und Mindestquote kommen ausschließlich aus den Bedingungen des Anbieters, und genau dort liegt der Preis.

Eine Gratiswette trägt ihren Einsatz nicht zurück. Wer eine Wette mit dem Wert des Gratisbetrags gewinnt, erhält nicht den Einsatz plus Gewinn, sondern nur den Gewinn — der Gratisbetrag selbst bleibt im Konto des Hauses. Bei einem 100-€-Gratisbetrag ist der maximale Erlös im Erfolgsfall also nicht der Einsatz, sondern der Nettoertrag der Quote. Die wichtigste Unterscheidung, die ein Leser treffen kann, lautet damit: eine Gratiswette, deren Einsatz im Erfolgsfall nicht zurückgezahlt wird, ist etwas anderes als ein Guthaben, und beides wird mit demselben Wort beworben.

Umsatzbedingungen bemessen den Preis in Einsätzen. Bei einem Faktor von 5 auf einen Bonus von 100 € sind 500 € Gesamtumsatz zu leisten, und nur Wetten ab einer Mindestquote zählen mit. Bei einem Einsatz von 10 € pro Wette sind das rund 50 Wetten. Wer in einem Turnierfenster fünfzig Wetten abschließen will, hat ein anderes Verhalten als ein Gelegenheitsspieler; wer mit einer kleinen Wette anfängt, braucht eine andere Zeitrechnung als eine Woche Kalender.

Wo die Zahlen eines einzelnen Anbieters nicht in diese Zeilen passen, ist die Antwort dieselbe: Er steht nicht im Vergleich, sondern in den eigenen Bedingungen. Das ist keine Schwäche des Vergleichs, sondern seine einzige Form, ehrlich zu bleiben. Ein in dieser Tabelle eingetragener Wert würde den Leser glauben lassen, er kenne den Markt, obwohl er nur ein Haus kennt.

Was nach dem Turnier bleibt: Auszahlung, Konto und die Frist

Der Weg zum Geld ist der Teil der Legalität, den der Spieler am Ende direkt merkt. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Das ist eine Zahl, die in einem Vergleich selten auftaucht und in der Praxis am häufigsten falsch eingeschätzt wird.

Geht es schneller? Nicht bei einer erlaubten Plattform, weil die Zahlung auf ein Konto im eigenen Namen des Spielers nach § 6b Abs. 4 erfolgen muss — nur von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist die Regel, die Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält, und sie ist der Grund, warum ein Auszahlungsweg mit einer fremden Wallet in Deutschland nicht funktioniert, egal wie gut die Quote war.

Wer längerfristig bei einem Anbieter bleiben will, prüft zusätzlich, ob ein Konto ohne vollständige Verifizierung überhaupt zur Auszahlung führt. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen — wer in dieser Frist einzahlt, kann nicht in derselben Frist auszahlen lassen. Die Verifizierung ist damit kein Hindernis, sondern die Voraussetzung dafür, dass Geld überhaupt in Bewegung kommt.

Afrika-Cup-Wetten 2026: was am Ende zählt

Zwei Feststellungen tragen diesen Text, und beide sind nicht die, mit denen eine Suchmaschine wirbt. Erstens: Ein Afrika-Cup findet in diesem Jahr nicht statt. Die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer heute nach „Afrika-Cup-Wetten“ sucht, findet Anbieter, die den Turniernamen im Menü führen, und in diesem Kalenderjahr wird keiner davon ein Spiel auf diesem Turnier ansetzen. Das ist kein Mangel der Anbieter; es ist der Kalender.

Zweitens: Ein Anbieter ohne Eintrag in der Whitelist darf in Deutschland keine Sportwetten anbieten. Die Prüfung kostet zwei Minuten und ist das Einzige, was ein Leser heute ohne Fachwissen selbst entscheiden kann. Die Alternative auf einer Plattform ohne Erlaubnis führt nicht zu besseren Quoten, sondern zu einem Kontostand ohne OASIS-Anschluss, ohne LUGAS-Anbindung und ohne deutschen Rechtsweg. Ein höheres Limit ist dort nicht mehr Freiheit, sondern der Verzicht auf den Schutz, der hierzulande Standard ist. Und wer eine Wette auf ein K.-o.-Spiel nach 90 Minuten mit einer Wette auf den Ausgang des Abends verwechselt, verwechselt zwei Regelwerke — das ist die häufigste einzelne Verwechslung im Turnierwetten, und sie kostet am Ende mehr als jede Marge.

Was ein Leser daraus mitnehmen kann, ist unspektakulär und belastbar. Wer auf den Afrika-Cup setzen will, wartet auf die nächste Ausgabe und prüft bis dahin die Erlaubnis der Anbieter, die er im Blick hat. Wer einfach eine Wette abschließen will, muss nicht auf 2027 warten: Mit der ersten erlaubten Domain, einem verifizierten Konto und einem Einsatz, der zum vorab festgelegten Budget passt, geht es heute auch. Ein Quotenschlüssel von rund 93 % in einem Dreiwegsemarkt ist der Preis, den der Markt für diese Wette nimmt, und er ist weder ein Skandal noch ein Geheimnis — er ist einfach die Zahl, mit der man rechnen muss.

Häufige Fragen zu Afrika-Cup-Wetten

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt?

Nein. Die letzte Ausgabe wurde vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko gespielt. Die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Das Jahr im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr, nicht die Ausgabe.

Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?

Der Afrika-Cup 2027 findet vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda statt. Für die Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-Runde?

Wetten auf den Ausgang eines Gruppenspiels, auf den Ausgang einer K.-o.-Partie nach 90 Minuten, dazu Turniersieger-Wetten und Wetten auf den Torschützenkönig. Torschützenkönig des Afrika-Cups 2025 war Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren.

Zählt in einem K.-o.-Spiel die Verlängerung zum Ergebnis?

Nein. Wer auf den Sieg eines K.-o.-Spiels setzt, setzt in der Regel auf den Ausgang nach 90 Minuten; steht es dann unentschieden, löst die Wette mit der Remisquote ein. Für die Verlängerung und ein Elfmeterschießen werden eigene Märkte angeboten.

Woran erkennt man einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis für Afrika-Cup-Wetten?

An der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die die Domains der erlaubten Anbieter auflistet. Im Stand vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge, 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis.

Was bleibt nach der Sportwettensteuer von 5,3 % vom Einsatz übrig?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, in der die Steuer selbst nicht enthalten ist; das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob ein Anbieter sie über die Quote oder die Auszahlung weitergibt, steht nur in seinen eigenen Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «Freiwette»