Roland Garros Wetten 2026: Was jede Quote vom Einsatz abzieht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Auf Sand in Paris ist das Turnier für 2026 längst entschieden, und wer jetzt auf Tennis in Paris setzen will, muss auf die nächste Ausgabe warten. Genau deshalb lohnt der zweite Blick: Nicht der Sieger ist die interessante Zahl, sondern der Anteil, den jeder Veranstalter von jedem Euro behält, bevor überhaupt ein Ball geworfen wird. Wer auf die French Open wetten will, kauft eine Quote — und Quoten haben Preise, die nirgends auf dem Wettschein stehen.

Ein Sandplatz mit rötlichem Belag und gezogenen weißen Linien, ein einzelner Tennisball liegt neben der Linie, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Datenstand: 30. Oktober 2026 — Erlaubnisangaben abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 02.10.2026.

Warum die Rechtslage der erste Kostenfaktor ist

Wer auf Sand in Paris setzen will, sucht sich zuerst einen Veranstalter — und genau dort entsteht die erste Rechnung, die nichts mit Tennis zu tun hat. In Deutschland dürfen Wetten auf das Grand-Slam-Turnier ausschließlich Anbieter mit GGL-Erlaubnis veranstalten. Das ist keine Formalie, sondern der Unterschied zwischen einem Rechtsgeschäft und einem Geschäft ohne jeden Rechtsschutz.

Eine Messingwaage steht auf einer polierten Tischplatte vor einem Fenster, durch das gedämpftes Licht fällt.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Wer überhaupt veranstalten darf

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet. Wer diese Erlaubnis hat, steht auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Diese Liste ist der einzige Prüfmaßstab für eine Erlaubnis — nicht das Impressum, nicht eine maltesische oder curaçaosche Genehmigung, nicht die Länderendung einer Adresse.

Der Stand der Liste vom 02.10.2026 umfasst dreißig Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten veranstalten dürfen. Das ist die relevante Größenordnung. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker sagt über das Sportwetten-Angebot desselben Halters nichts — es sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln.

Ein Tennisschläger lehnt an einer dunkelgrünen Bande ohne Aufschrift auf einem Sandplatz, daneben liegt ein Handtuch.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Wer eine Ersterlaubnis erhält, betreibt sie nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist führt ausschließlich Ausgabedaten und nennt an keiner Stelle ein Enddatum. Ein Eintrag ohne Ablaufvermerk ist also kein Hinweis auf eine unbefristete Genehmigung — er ist schlicht die einzige Angabe, die die Liste macht.

Neben der Whitelist gibt es eine zweite Adresse, die sich zu kennen lohnt: Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Wer bei einem Anbieter außerhalb der Liste setzt, verzichtet auf OASIS-Anbindung, LUGAS-Limits und deutschen Rechtsweg. Und diese drei Dinge sind der eigentliche Kaufpreis einer Erlaubnis.

Was auf dem Wettschein überhaupt erlaubt ist

Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin — als Einzel- oder Kombiwette. Maßgeblich ist das Sportwettprogramm des Veranstalters, das die GGL genehmigt. Nicht jede Wette, die technisch auf dem Bildschirm erscheint, ist auch zulässig, und der Unterschied ist nicht theoretisch: Das Programm ist die Grenze zwischen einem genehmigten Angebot und einem zusätzlichen Markt, den der Veranstalter eigenmächtig aufgesetzt hat.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. In der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenso ausgeschlossen: manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung, und Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse.

Zur Sportart Tennis hat die GGL eine klare Linie gezogen: E-Sport ist kein anerkannter Sport, und Wetten darauf sind in Deutschland nicht möglich. Die Behauptung, ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis habe ein E-Sport-Wettprogramm, ist damit widerlegt, bevor man sie prüft.

Was die Auszahlung angeht, gilt eine Regel, die jeden Turniersieger-Wetter unmittelbar betrifft: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein Wettbetrag ist also für die Dauer des Turniers gebunden, nicht nur bis zum Ende des Matches.

Der Anbieter ohne Erlaubnis und die Rückzahlungsfrage

Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische, curaçaosche oder anjouanische Genehmigung entfaltet hier keine Wirkung.

Im Strafrecht steht das Veranstalten nach § 284 StGB unter Strafe, das Bewerben mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Zur Klarstellung, weil in beiden Richtungen übertrieben wird: Eine Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt. Wer dort setzt, riskiert keine Gefängnisstrafe — aber auch keinen Schutz.

Zivilrechtlich ist Bewegung in der Sache. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil steht aus. Wer heute auf eine Rückzahlung spekuliert, spekuliert — zugesichert ist niemandem etwas.

Der nüchterne Vergleich liest sich so: Ein Anbieter ohne Erlaubnis verlangt keine OASIS-Prüfung, kein LUGAS-Limit, keine Verifizierung mit Auszahlungssperre, und er lässt möglicherweise höhere Einsätze zu. Das ist kein Vorteil, das ist die Rechnung. Wer dort gewinnt, holt sein Geld ohne deutschen Gerichtsstand; wer dort verliert, hat kein Sperrsystem, das ihn gebremst hätte.

Was der Spielerschutz vom eigenen Geld abzieht

Zwei Turnierwochen mit bis zu 128 Spielern im Hauptfeld und mehreren Matches pro Tag produzieren mehr Wettanlässe als fast jedes andere Sportereignis. Genau dort greifen die Schutzmechanismen, und wer sie als Ärgernis liest, liest sie falsch — sie begrenzen den Betrag, den eine Serie von Einzelwetten kosten kann.

Altersgrenze, Konto und Verifizierung

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Veranstalter ist ein Konto vorgesehen, und die vollständige Verifizierung ist nach § 6a GlüStV die Voraussetzung für reguläres Spiel. Vor abgeschlossener Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne jede Auszahlung.

Der letzte Halbsatz ist der eigentliche Kostenpunkt. Wer in dieser Frist gewinnt, kann sich den Gewinn nicht auszahlen lassen. Das ist kein Kundenservice-Problem, sondern die gesetzliche Konstruktion — und ein Grund, die Verifizierung zu erledigen, bevor der erste Einsatz platziert wird, nicht danach.

Das Einzahlungslimit, das alle Anbieter zusammenrechnet

Nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt das Einzahlungslimit bei 1.000 € pro Kalendermonat — über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Durchgesetzt wird das über die LUGAS-Limitdatei. Wer bei drei Veranstaltern je Konto führt, kann trotzdem nur insgesamt 1.000 € im Monat einzahlen.

Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit einräumen — bis zu 10.000 €, und in einem schmalen Korridor von 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Voraussetzung ist der nachweisbare Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine bloße Selbstauskunft genügt nicht. Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Für einen Roland-Garros-Spieler heißt das konkret: Die verfügbare Gesamtbank ist über alle Anbieter gedeckelt, und die Erhöhung ist kein Formular, sondern ein Nachweisverfahren. Wer während der zwei Turnierwochen mehrfach nachladen will, stößt an eine Grenze, die er nicht umgeht, indem er den Anbieter wechselt.

OASIS, Panikbutton und paralleles Spielen

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst sofort eine 24-stündige Sperre aus.

Paralleles Spielen ist nach § 6h GlüStV verboten und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Zwei Konten bei zwei Anbietern gleichzeitig zu bespielen, ist also kein Kavaliersdelikt, sondern ein Sperrgrund.

Beide Systeme — Sperrdatei und Limitdatei — sind an lizenzierte Anbieter gebunden. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist an keines von beiden angeschlossen. Wer dort spielt, spielt ohne Netz.

Wie das Geld gehalten und ausgezahlt wird

Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — das ist der Mechanismus, der Krypto und anonymes Prepaid aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Angelegenheit und ergibt sich aus seinen Bedingungen.

Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 bis 7). Das ist ein stiller Vorteil, den kein Marketing nennt: Bei einer Insolvenz des Veranstalters ist das Guthaben nicht Teil der Konkursmasse.

Quoten auf Roland Garros: was zwischen Einsatz und Gewinn steht

Jede Quote enthält den Preis des Veranstalters. Wer ihn nicht beziffern kann, kann Wert nicht erkennen — und zahlt ihn trotzdem.

Quotenschlüssel und Marge

Der Quotenschlüssel, auch Auszahlungsquote genannt, gibt an, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt zurückzahlt. Er ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus Quotenschlüssel.

Ein durchgerechnetes Beispiel: ein Zweiwegemarkt mit 1,90 auf beiden Seiten, ausdrücklich als Rechenbeispiel und nicht als irgendwo notierte Quote. Die Summe der Kehrwerte beträgt 0,5263 + 0,5263, also 1,0526. Der Kehrwert davon, eins geteilt durch 1,0526, ergibt 0,95 — ein Quotenschlüssel von 95 % und damit eine Marge von 5 %. Anders gesagt: Bei einem solchen Markt behält der Veranstalter im Durchschnitt fünf Cent je eingesetztem Euro.

Diese fünf Prozent gelten unter der Annahme eines ausgeglichenen Zweiwegemarktes. Im Tennis ist das die Ausnahme. Ein Markt mit einem deutlichen Favoriten sieht anders aus, und ein Turniersiegermarkt mit einem großen Teilnehmerfeld sieht völlig anders aus. Wer eine einzelne Quote sieht, sieht keine Marge — er muss den ganzen Markt rechnen.

Wo auf Roland Garros die Marge am größten ist

Langzeitquoten auf den Turniersieger enthalten die Marge und verändern sich mit der Auslosung. Bei einem Hauptfeld dieser Größe verteilt sich der Preis über viele Ausgänge, und die Auszahlungsquote fällt deutlich unter das Niveau eines Zweiwegemarktes — sie kann in den Bereich um 80 % und darunter rutschen. Der Veranstalter behält dann ein Fünftel und mehr.

Für den Spieler ist das die zentrale Einsicht dieser Seite: Dieselbe Sportart, dasselbe Turnier, zwei völlig verschiedene Preise. Eine Matchwette und eine Turniersieger-Wette sind nicht zwei Varianten derselben Sache, sondern zwei Produkte mit unterschiedlichen Margen. Die Turniersieger-Wette ist das teurere.

Die Sportwettensteuer als zweite Schicht

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Auf den gezahlten Betrag umgerechnet sind das rund 5,03 % (5,3 dividiert durch 105,3). Die Steuer schuldet nach § 19 RennwLottG der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst — und nur seine eigenen Bedingungen sagen, ob er es tut. Die Formulierung „5,3 % des Einsatzes“ ist an dieser Stelle falsch, auch wenn sie ständig wiederholt wird.

Obendrauf kommt: Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis. Eine gezahlte Wetttsteuer ist kein Nachweis einer Genehmigung.

Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Der Werbesatz trägt also eine Stichprobe, nicht eine Tatsache über jeden Markt. Wer „die besten Quoten“ liest, hat die Marge noch nicht gesehen — 45 % der untersuchten Quoten heißt, dass mehr als jede zweite woanders besser war.

Was auf dem Sandplatz anders läuft

Der Belag verändert nicht nur Ballwechsel, sondern Wahrscheinlichkeiten. Und Wahrscheinlichkeiten sind das Einzige, was eine Quote abbildet — neben dem Preis, den der Veranstalter einbaut.

Spielplan und Quotenverfügbarkeit

Der Spielplan reicht von der ersten Runde über das Achtelfinale bis zu den Finals auf Sand und bestimmt, wann Quoten für Einzelpartien erscheinen. Wer früh setzen will, arbeitet mit Quoten, in die die aktuelle Form noch nicht eingepreist ist. Wer spät setzt, findet häufig keinen Wert mehr. Beides ist eine Kostenentscheidung: Der frühe Wetter kauft Unsicherheit, der späte kauft Sicherheit zu einem Preis, der sie nicht mehr bezahlt.

Die French Open werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier lief 1891 als „Championnat de France international de Tennis“.

Format, Satzbegriff und Satzwetten

Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze. Bei 6:6 greift ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diese Regelung einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022.

Das Format bestimmt, was eine Satzwette verspricht und was sie verlangt. Wer auf einen glatten Dreisatzsieg setzt, muss die Form über drei Sätze richtig treffen — nicht über einen guten Nachmittag. Die Quoten sind höher, die Trefferwahrscheinlichkeit ist es nicht, und die Marge bleibt in jedem Fall enthalten.

Was Sand für Prognosen bedeutet

Auf Sand zählen Ausdauer, Vorhand-Rotation und Platzkenntnis stärker als auf Hartplatz. Das verschiebt Wahrscheinlichkeiten, ersetzt aber keine Rechnung. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die in der Quote eingebaute Wahrscheinlichkeit unter der eigenen Einschätzung liegt. Wer diese Einschätzung nicht begründen kann, hat eine Meinung, keine Value-Wette — und wer den Quotenschlüssel des Marktes nicht kennt, weiß nicht einmal, wie hoch die Hürde liegt, die er überwinden muss.

Rekordsieger der French Open im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln. Solche Marken zeigen, wie sehr ein Belag einzelne Karrieren prägen kann. Als Prognosewerkzeug für die nächste Ausgabe taugen sie nicht.

Das Turnier, das hinter uns liegt

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien). Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld der French Open 2026 betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.

Diese Zahlen sind abgerechnet. Wer jetzt ein Wettkonto eröffnet, kann auf dieses Turnier nicht mehr setzen — die Auszahlung wäre längst fällig, das Angebot ist geschlossen. Die nächste Ausgabe folgt 2027; die genauen Daten stehen noch nicht fest.

Für einen Vergleich der Anbieter ist das kein Nachteil, sondern der saubere Zustand: Wer sich jetzt mit Quotenschlüsseln, Mindestquoten und Auszahlungsfristen beschäftigt, tut es ohne Zeitdruck, ohne laufenden Match und ohne die Versuchung, den Einsatz zu erhöhen, weil gerade ein Break läuft.

Wetten auf Roland Garros: was sich kombinieren lässt

Gesamtsieger, Matchsieger, Satzwette und Handicap sind die gängigen Märkte. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Trefferwahrscheinlichkeit, sondern in der Höhe der eingebauten Marge.

Einzelwette und Kombiwette

Die Einzelwette setzt auf ein Ereignis. Die Kombiwette — auch Kombinationswette genannt — bündelt mehrere Ereignisse zu einer gemeinsamen Quote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Der Preis dieser Bündelung ist unmittelbar rechnerisch: Jede zusätzliche Leg bringt ihre eigene Marge mit, und der Quotenschlüssel des Gesamtprodukts sinkt unter den jeder einzelnen Leg.

Dazu kommt die Steuer auf den Gesamteinsatz. Wer eine Kombiwette aus fünf Legs mit je guter Einzelquote baut, wettet zu einem schlechteren Gesamtpreis als bei einer Einzelwette auf denselben Match. Das ist keine Meinung über Fußball oder Tennis, das ist Multiplikation.

Die Systemwette deckt mehrere Kombinationen eines Sets ab und kostet proportional mehr Einsatz. Sie verändert die Verteilung der Ergebnisse, nicht die Höhe der Marge.

Turniersieger-Wetten und was eine Quote verspricht

Bei der Siegerwette auf das Gesamtturnier gilt die Grundarithmetik jeder Festquote: Die Auszahlung ergibt sich aus Einsatz × Quote, der Nettogewinn aus Einsatz × (Quote − 1). Bei 20 € Einsatz und einer Quote von 5,00 stehen 100 € Auszahlung und 80 € Nettogewinn. Das ist die ganze Rechnung — und sie sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich dieser Gewinn ist.

Genau hier kippt die Wahrnehmung. Eine Quote von 5,00 entspricht einem impliziten Anteil von 20 % am Markt, und dieser Anteil ist bereits um die Marge verzerrt. Bei einem Quotenschlüssel von 80 % muss ein Außenseiter häufiger gewinnen, als die nackte Quote suggeriert, damit die Wette überhaupt wirtschaftlich wird. Die Quote verspricht keine Rendite, sie beschreibt einen Preis.

Ein Markt mit drei Ausgängen zeigt, wie die Marge mit der Zahl der Ausgänge wächst. Bei Quoten von 1,90, 3,50 und 4,00 beträgt die Summe der Kehrwerte 0,5263 plus 0,2857 plus 0,25, also 1,062. Der Quotenschlüssel liegt bei 1 ÷ 1,062, gerundet 94,17 % — eine Marge von rund 5,83 %. Ein Turniersiegermarkt mit Dutzenden Teilnehmern liegt deutlich schlechter, weil jeder einzelne Ausgang seine eigene Marge trägt.

Warum Live-Wetten nur ein schmaler Ausschnitt sind

Wer sich während eines Matches positionieren will, trifft auf die engste Regel des deutschen Sportwettenrechts. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse erlaubt — den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.

Konkret im Tennis: Der nächste Satz ist möglich. Der nächste Punkt ist es nicht. Er ist zu häufig, als dass der Markt manipulationssicher wäre. Dieselbe Logik erlaubt das nächste Tor im Fußball und verbietet den nächsten Korb im Basketball.

Der Preis dieser Regel ist strukturell. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis verliert den Markt für Mikro-Ereignisse vollständig — und genau dort entsteht bei ausländischen Plattformen ein großer Teil der Live-Umsätze. Wer Live-Tennis im Sekundentakt gewohnt ist, findet das hier nicht. Wer saubere, durch das Sportwettprogramm genehmigte Live-Märkte sucht, findet genau sie. Beides ist dieselbe Vorschrift.

Und nochmals: Für Anbieter ohne Erlaubnis gilt nichts davon. Dort existiert kein genehmigtes Programm, keine Beschränkung auf seltene Ereignisse — und kein deutscher Rechtsschutz.

Cash Out ist gesetzlich nicht geregelt, und eine Vorschrift der Behörde dazu existiert nicht. Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, nicht ein Recht des Spielers. Wer sie nutzt, verkauft seinen Wettschein unter dem Wert, den er zum Ablauf gehabt hätte — die Differenz ist der Preis der Sicherheit.

Die zehn erlaubten Anbieter im Vergleich

Alle zehn Anbieter dieser Übersicht halten eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL. Das ist bewusst keine Rangliste und keine Empfehlung: Eine Erlaubnis sagt, dass ein Anbieter Sportwetten in Deutschland veranstalten darf, und nichts über sein Quotenniveau, sein Tennis-Angebot oder seine Bedingungen. Der Vergleich unten sortiert nach Prüfbarem — Inhaber und Erlaubnisdatum —, weil das die einzigen Angaben sind, die eine Liste nicht schönreden kann.

Die Whitelist führt zu keinem Eintrag ein Enddatum. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre; ein Eintrag mit Ausgabedatum sagt daher nichts über seine aktuelle Restlaufzeit. Wer eine Domain bei der Behörde prüft, prüft den Inhaber mit.

Anbieter Whitelist-Eintrag für Sportwetten Erlaubnis seit
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
VBet SCGO Limited 05.12.2023
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020

Was die Tabelle nicht zeigt, ist der Punkt, auf den es beim Setzen ankommt: die Marge im konkreten Markt. Sie steht in keiner Erlaubnis und in keiner Liste, sondern nur in zwei Quoten, die man selbst gegenüberstellt. Sechs der zehn Anbieter haben ihre Ersterlaubnis im Oktober 2020 erhalten — der ersten Vergaberunde nach Inkrafttreten des GlüStV 2021. Daraus folgt nichts über ihre heutige Quote.

Die Anbieter einzeln: Preis, Programm und Bedingungen

Die Reihenfolge folgt der Liste oben und ist keine Wertung. Geprüft wird bei jedem Anbieter, was sich tatsächlich nachsehen lässt: wer haftet, seit wann, und welches Tennis-Angebot dokumentiert ist.

Winamax: die Quote als Werbebotschaft

Winamax bewirbt sich im Footer mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der das Haus bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Ein Test über knapp fünf Monate und drei Sportarten ist ein Datenpunkt, keine Daueraussage — und die Steuer, die der Anbieter angeblich nicht weitergibt, schuldet er ohnehin selbst.

Beim Tennis-Angebot wird das Haus dagegen konkret: Winamax TV zeigt Live-Streams von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS im eigenen Kundenkonto. Für einen Roland-Garros-Spieler ist das die stärkste dokumentierte Zusatzleistung im Feld — ein Stream im selben Fenster wie der Wettschein ersetzt den zweiten Bildschirm.

Der Werbesatz bleibt trotzdem der schwächste Teil des Auftritts. Wer ihn prüfen will, rechnet den Quotenschlüssel zweier konkurrierender Märkte nach, statt 45 % zu glauben.

VBet: das jüngste Erlaubnisdatum im Feld

Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz im Portomaso in St. Julian’s, Malta. Die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist das jüngste Datum unter den zehn Anbietern, und es erklärt einiges: Ein Haus, das seit Ende 2023 Sportwetten in Deutschland veranstalten darf, hat weniger Zeit gehabt, ein eigenes Tennis-Profil zu schärfen, als die Konkurrenz aus der Erlaubnisrunde 2020.

Für einen Spieler bedeutet das eine konkrete Prüfaufgabe. Wer über das Turnier hinweg mehrere Einzelwetten platzieren will, sollte im Vorfeld den Quotenschlüssel eines Zweiwegemarktes gegen einen länger etablierten Anbieter stellen. Ein neues Haus muss beim Preis nicht schlechter sein — es muss ihn aber belegen.

Sportingbet: der breite Sportartenkatalog

Sportingbet führt einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Tennis ist dabei, aber ohne hervorgehobene Stellung — wer eine Grand-Slam-Sondersektion mit erweiterten Satz- und Handicap-Märkten sucht, findet hier ein breites Programm statt eines tiefen.

Der Konfigurator+ ist für Roland-Garros-Wetten die interessantere Hälfte des Angebots: Wer seine Kombination selbst zusammenstellt, sollte genau deshalb den Quotenschlüssel des Ergebnisprodukts prüfen. Ein Baukasten macht Kombinieren bequemer; er macht es nicht billiger.

Tipico: der Cashout als Kontrollversprechen

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Tennis wird in dieser Beschreibung nicht ausdrücklich genannt.

Der Cashout ist das ehrlichste Produkt im ganzen Feld, weil er seinen Preis offen trägt: Wer während eines Matches aussteigt, nimmt weniger, als der Wettschein zum Ablauf wert gewesen wäre. Das ist kein Betrug, das ist der Kaufpreis der Sicherheit — und wer ihn nicht bezahlen will, lässt den Schein laufen.

Tiptorro: Aufsicht als Selbstbeschreibung

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited aus Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Der Eintrag bestätigt das: Die Erlaubnis läuft seit dem 30.06.2021.

Die Selbstbeschreibung ist korrekt und sagt trotzdem nichts, was nicht auf neun weitere Anbieter derselben Liste zuträfe. Ein deutscher Spieler sollte die Aufsicht als Mindestbedingung lesen, nicht als Merkmal — genau dafür existiert die Whitelist.

LeoVegas: Erlaubnis für Sport erst seit 2024

Für LeoVegas ist auf der Whitelist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die beiden Daten gehören zu zwei getrennten Erlaubnissen, und nur die erste betrifft den Sportwettschein.

Der Name ist beim Casino-Publikum bekannter als beim Tennis-Publikum, und das ist der eigentliche Hinweis: Ein Haus, das seit 2023 Automatenspiele und erst seit Herbst 2024 Sportwetten anbieten darf, hat seinen Sportwetten-Auftritt in kürzerer Zeit aufgebaut. Ein ausgeprägtes Grand-Slam-Programm ist von einem Anbieter mit dieser Historie nicht zu erwarten.

NEO.bet: aus der ersten Erlaubnisrunde

Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Das Haus gehört damit zur ersten Gruppe, die nach Inkrafttreten des GlüStV 2021 eine bundesweite Genehmigung erhalten hat.

Vier Jahre regulierter Betrieb sind in diesem Markt eine Erfahrung, die sich in Prozessen niederschlägt: Verifizierung, Auszahlungswege, Limits. Wer Wert auf eingespielte Abläufe legt, findet sie hier eher als bei einem Neuzugang. Über das Quotenniveau sagt das Erlaubnisdatum allerdings nichts.

bpremium: Ladbrokes im Hintergrund

Betreiberin von bpremium ist die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Der Name Ladbrokes klingt nach Buchmacher-Tradition, und hier lohnt die Sprachgenauigkeit: „Buchmacher“ ist im deutschen Recht der Pferdewetten-Buchmacher nach § 2 RennwLottG, in der Umgangssprache dagegen jeder Sportwettenanbieter.

Für den Wettschein ist der Unterschied praktisch: Was bpremium an Sportwetten veranstaltet, hängt an seiner Sportwetten-Erlaubnis und seinem genehmigten Programm — nicht an der Historie eines Namens, unter dem das Haus in anderen Märkten auftritt.

Betano: Bet Builder und Grand-Slam-Streams

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von Tennis-Grand-Slams, LaLiga, FA Cup, NBA, EuroLeague und NFL.

Der Bet Builder ist für Roland-Garros-Spieler das interessanteste Werkzeug im Feld. Wer innerhalb eines Matches Satzsieg und Handicap kombiniert, baut eine Position, die dem eigenen Urteil entspricht, statt dem eines vorgefertigten Marktes. Der Preis dafür ist derselbe wie bei jeder Kombiwette: Die Margen der beteiligten Märkte multiplizieren sich mit. Ein Werkzeug, das Kombinieren erleichtert, ist auch ein Werkzeug, das Kombinieren nahelegt.

Die dokumentierten Grand-Slam-Streams stellen Betano neben Winamax in die kleine Gruppe der Anbieter mit beidem: Live-Bild und Tennis-Tiefe.

bwin: der Eintrag aus der ersten Runde

Als Anbieter von bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Das Haus steht seit der ersten Vergaberunde auf der Liste.

Damit teilt bwin das Schicksal mehrerer Marken in dieser Übersicht: Der Name ist bekannt, das Erlaubnisdatum alt, und über das Tennis-Programm sagt beides nichts. Wer zwischen zwei Anbietern mit identischem Erlaubnisdatum schwankt — hier sind es fünf mit dem 09.10.2020 —, hat in der Liste kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Dann entscheidet der Quotenschlüssel, und nur er.

Was ein kostenbewusster Spieler vor dem ersten Einsatz klärt

Bevor ein Konto eröffnet wird, lohnt sich eine Reihenfolge, die nichts kostet und später viel spart.

Die Prüfschritte in der richtigen Reihenfolge

Zuerst die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder aufrufen und nicht nur nach dem Markennamen suchen, sondern nach dem eingetragenen Inhaber und dem Sportwetten-Eintrag. Eine Casino- oder Pokerlizenz desselben Halters beantwortet die Frage nicht. Danach die Nutzungsbedingungen des Anbieters lesen, und zwar auf drei Punkte: Umsatzbedingungen, Mindestquote, Auszahlungsfristen — diese drei Werte stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Hauses, das GlüStV setzt für Sportwetten-Boni keine Obergrenze und keine Mindestquote.

Danach folgt der einzige Schritt, den kaum jemand geht: zwei Quoten desselben Marktes bei zwei Anbietern gegenüberstellen und den Quotenschlüssel ausrechnen. Ein Zweiwegemarkt mit 1,90 auf beiden Seiten trägt 5 % Marge; liegt derselbe Markt bei 1,80 auf beiden Seiten, steigt die Marge deutlich. Wer diesen Vergleich einmal im Kopf hat, liest jede Werbezeile anders.

Während des Turniers

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter. Ein Wechsel des Veranstalters erhöht es nicht. Eine Erhöhung ist nur über den Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich und wirkt erst nach sieben Tagen — wer sie während der zwei Turnierwochen plant, plant zu spät.

Nach dem letzten Ballwechsel

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Bei einer Turniersieger-Wette heißt das: bis zum Finale, nicht bis zum Ausscheiden des gesetzten Spielers. Wer sein Guthaben zwischenzeitlich abziehen will, sollte vorher wissen, dass Spielerguthaben auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto liegen und bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt werden.

Häufige Fragen zu Roland-Garros-Wetten

Ausschließlich bei Anbietern, die mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Liste ist über die Website der Behörde in Halle (Saale) abrufbar. Eine ausländische Genehmigung oder eine .de-Adresse ohne Eintrag begründet keine Erlaubnis.

Welche Wettmärkte stehen für das Turnier zur Verfügung?

Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder Abschnitts sowie auf Vorfälle darin, einzeln oder kombiniert, dazu Gesamtsieger, Matchsieger, Satzwette und Handicap. Welche Wettarten tatsächlich angeboten werden, ergibt sich aus dem genehmigten Sportwettprogramm des jeweiligen Veranstalters.

Wie errechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette aus Einsatz und Quote?

Die Auszahlung beträgt Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei 20 € Einsatz und Quote 5,00 ergeben sich 100 € Auszahlung und 80 € Nettogewinn. Die Quote enthält bereits die Marge des Veranstalters; über die Gewinnwahrscheinlichkeit sagt sie nichts.

Welche Live-Wetten sind erlaubt, und warum gibt es keinen Markt auf den nächsten Punkt?

Erlaubt sind während eines laufenden Matches nur Wetten auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie den nächsten Satz. Der nächste Punkt ist zu häufig und damit zu manipulationsanfällig; die Beschränkung steht in § 21 Abs. 4 GlüStV und gilt für jeden Anbieter mit deutscher Erlaubnis.

Wie wirken sich Sandplatz, Wettsteuer und Einzahlungslimit auf meine Wette aus?

Der Sandplatz verschiebt Wahrscheinlichkeiten, nicht die Marge. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter; ob er sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter.

Inhalt erstellt vom Team «Freiwette»